Turion-CPU
AMDs Centrino-Killer

KomponentenWorkspace

Mit der Turion-CPU will AMD im Notebook-Markt Intel vom Thron stossen. Was den neuen Prozessor auszeichnet, verrät folgender Artikel.

Die 25-Watt-Version

Turion-CPU

Turion 64 heißt die neue CPU-Serie, mit der AMD gegen Intels Vorherrschaft im Notebook-Umfeld ankämpft. Der Turion soll wegen seiner geringeren Verlustleistung von maximal 35 Watt vor allem in Sub-Notebooks eingesetzt werden. Die bisher erhältliche Mobil-Variante von AMDs Athlon 64 ist zwar preiswert, durch ihre hohe Wärmeabgabe von bis zu 62 Watt aber lediglich für Desktop-Ersatz-Notebooks geeignet.

Für den finanziell interessanteren Business-Markt, in dem die wirklich portablen Geräte zählen, verbraucht der Athlon 64 zu viel Energie. Intels Centrino-Kombination aus Prozessor, Chipsatz und WLAN-Modul ermöglicht hier deutlich längere Laufzeiten. Zum Vergleich: Der Pentium M verbraucht maximal 21 Watt.

Der im 90-Nanometer-Prozess gefertigte Turion-Prozessor basiert technisch auf der Athlon-64-Architektur, ebenso wie der Athlon 64, Opteron und Sempron mit Sockel 754. Von daher beherrscht der Neue auch die 64-Bit-Erweiterungen und Intels neuen Multimediabefehlssatz SSE3. Letzteres hat noch keine Intel-Mobil-CPU in petto.

Die gegenüber dem Athlon 64 geringere Verlustleistung des Turion soll hauptsächlich durch Auslese während der Produktion gewährleistet werden: Die Prozessoren mit den geringsten Leckströmen werden zu Turion-64-Modellen, die anderen als Mobile-Athlon-64-Prozessor ausgeliefert.

Zum Start kommt der neue 35-Watt-Mobil-Prozessor mit folgenden Taktraten in die Notebooks: 1,6 GHz (ML30, 1 MByte Cache), 1,8 GHz (ML32, 512 KByte), 1,8 GHz (ML34, 1 MByte) und 2,0 GHz (ML37, 1 MByte). Auf der Cebit war bereits ein Notebook mit einem 2,20-GHz-Turion zu sehen (ML40). Die 1,6- und 1,8-GHz-Prozessoren gibt es darüber hinaus als MT-Varianten. Das »T« steht dabei für die noch mehr Strom sparendere 25-Watt-Version.