Preisregulierung deutscher Mobilfunkanbieter?

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Im Moment untersucht die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) die Teilmärkte der Telekommunikationsbranche. Im Bereich Mobilfunk ein Dorn im Auge – die beherrschende Position gegenüber den Festnetzanbietern.

In der Vergangenheit wurde die Mobilfunkbranche von Regulierungsaktivitäten verschont. Im Rahmen der Ausgestaltung des neuen Telekommunikationsgesetzes wird unter anderem auch der Mobilfunkmarkt eingehend beleuchtet.

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, hat die RegTP Regulierungsbedarf für das Geschäft von T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 festgestellt. Im Detail bezieht sich dieser auf die sehr starke Machtstellung der Mobilfunkbetreiber gegenüber ihren Festnetz-Pendants.

Für Telefonate aus Fest- ins Mobilnetz werden derzeit horrende Gebühren verlangt, die auch nach Expertenmeinung nicht an den gerechtfertigten Kosten orientiert seien. Schon lange kritisieren Festnetzbetreiber, sie müssten bei einem Anruf ihrer Kunden auf Handys ungleichmäßig höhere Gebühren an die Mobilfunkbetreiber überweisen als im umgekehrten Fall.

Schlussendlich könnte den Mobilfunkkonzernen eine Halbierung der Gebühren drohen. Im Moment zahlen Festnetzanbieter im Schnitt 14 Cent pro Minute für Verbindungen ins Handynetz, wohingegen sie in Gegenrichtung nur 1,5 Cent verlangen. Der britische Regulierer beispielsweise hält Gebühren von 7-8 Cent pro Minute für angemessen.

Bis dato hat man von Seiten der RegTP nur einen Entwurf vorgelegt, dieser sei aber schon sehr detailliert ausgestaltet, sodass Insider keine grundlegenden Änderungen mehr erwarten. (ah)

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