SD- und Compactflash-Karten
61 Minispeicher im Test

Data & StorageStorage

Karten mit SLC-Chip sind flotter, leben länger und schonen den Akku. Im Cardreader macht sich der Speed bemerkbar. Aktuellen Kameras oder PDAs reicht aber jedes Modell.

Geschwindigkeit

SD- und Compactflash-Karten

Übertragungsraten von bis zu 20 MByte/s sollen die aktuellen Speicherkarten erreichen. So steht es etwa auf den aktuellen Pro-High-Speed-Karten von Panasonic. Doch keine einzige Karte aus dem Test ist so flott. Selbst mit den schnellsten auf den Markt erhältlichen USB-2.0-Kartenlesegeräten werden solche Transferraten nicht erreicht.
Die Transcend 60x (1x steht für 150 KByte/s; 60x also für 9000 KByte/s) mit 1 GByte Kapazität, eine der schnellsten Secure-Digital-Karten im Test, erreichte in der Messung nur 8,8 MByte/s und blieb damit hinter ihrem Namen zurück. Bei den Compactflash-Karten liegt der Bestwert in Sachen Tempo bei 10,7 MByte/s. Doch keine Sorge: Schnell genug für gängige Anwendungen in aktuellen Digicams oder PDAs sind alle Testmedien.

Bild: Panasonic Pro HS 1GByte
Testwertung: sehr gut

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Chiptechnik

SD- und Compactflash-Karten

Die Chiptechnik bestimmt den Speed

Die Flash-Speicherchips werden in zwei unterschiedlichen Varianten gefertigt. Es gibt SLC (Single Level Cell) und MLC (Multi Level Cell). Die SLC-Chips können ein Bit an Informationen pro Zelle abspeichern, die MLC-Chips sind in der Lage zwei Bit abzuspeichern. Die MLC-Chips arbeiten deshalb mit geringerer Geschwindigkeit.
Einer Studie von Samsung zufolge sind SLC-Chips beim Schreiben bis zu viermal und beim Lesen rund 30 Prozent schneller. Die Anzahl der maximal möglichen Lese- und Schreibzyklen liegt bei MLC bei rund 10000, die der SLC-Chips dagegen bei etwa 100000 Zyklen. Für den Hobbyfotografen sind Karten mit MLC-Chip vollkommen ausreichend. Bei rund 50 Bildern im Monat kann er mit dieser Karte sechzehn Jahre lang Schnappschüsse machen.

Bild:
Apacer Steno Pro2-512 – PC Direkt Referenz


Ausblick und Fazit

SD- und Compactflash-Karten

Welcher Chip verbaut ist, lässt sich von außen nicht erkennen. Wenn auf der Verpackung nichts zu finden ist, müssen andere Angaben wie etwa die Anzahl der maximalen Lese- und Schreibzyklen weiterhelfen.
Beim Einsatz in Digicams und PDAs macht sich zudem der bis zu 15 Prozent höhere Strombedarf der MLC-Chips bemerkbar. Bei einer durchschnittlichen Akkulaufzeit aktueller PDAs von drei bis fünf Stunden verkürzt sich die Laufzeit um bis zu 48 Minuten.
Wie weit die Entwicklung in den nächsten Jahren in Sachen Kapazität und Transferraten noch gehen wird, lässt sich bereits abschätzen: Infineon hat Ende 2004 die Entwicklung der kleinsten Flashzelle bekannt gegeben, die Flash-Chips mit bis zu 32 GByte ermöglicht. Auch bei den Übertragungsraten ist noch eine Steigerung auf bis zu 52 MByte/s möglich.

Fazit
Speicherkarten sind so billig wie noch nie, weshalb beim Kauf gleich eine Nummer größer gewählt werden kann. Auch wenn die aktuelle Kamera oder der PDA nicht unbedingt nach einem Highspeed-Minispeicher verlangen, so lohnt es sich doch, auf die Geschwindigkeit zu achten. Die nächste oder übernächste Generation von Digitalgeräten schießt noch schnellere und noch größere Bilder. Und beim Kopieren auf den Rechner mittels Kartenleser macht sich die höhere Transferrate schon heute positiv bemerkbar.

Bild: Scandisk Ultra 2 – 2 GByte

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Autor: swasi
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