eco-Verband kritisiert T-Com-Pläne zum DSL-Ausbau

BreitbandNetzwerke

Dass die Telekom Festnetzsparte Gemeinden und Kommunen an den Kosten für den Ausbau des DSL-Netzes beteiligen will, erzürnt den Verband der deutschen Internetwirtschaft.

Nach Plänen der T-Com sollen sich Kommunen und Gemeinden verpflichten, den DSL-Ausbau finanziell zu fördern und auch die Akquisition von Kunden für das DSL-Netz übernehmen. Dagegen laufen die Wettbewerber der Deutschen Telekom Sturm und haben den Verband der deutschen Internetwirtschaft um eine Stellungnahme gebeten. Nach Meinung von eco-Geschäftsführer Harald Summa ist es “ein Schlag ins Gesicht des freien und fairen Wettbewerbs, wenn die T-Com hier quasi im stillen Kämmerlein betroffenen Kommunen eine Finanzierung aufzwängt”. Er bemängelt zudem, dass T-Com einen weit geringeren Anteil des Umsatzes in den Netzausbau investiert als andere Anbieter. “Dass die T-Com jetzt auch noch die Kommunen zur Mitfinanzierung aufruft, ist angesichts dieses Missverhältnisses der Gipfel der Unverschämtheit. Also zahlt erneut der Steuerzahler das Netzmonopol und die Deutsche Telekom vermietet es dann teuer an die Wettbewerber.”

Laut eco liegt der T-DSL-freie Raum bundesweit bei über 25 Prozent, jedoch seien in vielen Gegenden bereits Wettbewerber aktiv, die Breitband-Internet per DSL, Richtfunk, Satellit, TV- und Glasfaserkabel sowie das Stromnetz oder mobile Verbindungen wie UMTS, WLAN und WIMAX bereitstellen. Um die Kommunen und Gemeinden, Städte, Bürger und Unternehmen über die bereits vorhandenen Möglichkeiten zu informieren, will der Verband im Herbst eine Informationskampagne starten. (dd)

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