Virenschreiber satteln auf Spyware um

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Weil die Schnüffelprogramme das lukrativere Geschäft versprechen, steigen nach einer Untersuchung von Aladdin zahlreiche Virenprogrammierer um.

Zwar sind Spam und Viren nach wie vor omnipräsent, doch das Jahr 2005 steht nach Meinung von Aladdin im Zeichen von Spyware. Denn weil bei den Virenschreibern zunehmend Geld zur Hauptmotivation wird, satteln immer mehr auf die kleinen Schnüffelprogramme um. Mehr als 70 Prozent sollen sich nach Aussagen von Aladdin bereits umorientiert haben: Sie verkaufen ihre Programme oder die mit diesen ausspionierten Daten.

Ludger Wilmer, Geschäftsführer bei Aladdin Deutschland, sagte: “Unsere Analyse der letzten Monate zeigt deutlich, dass die Mehrzahl der Virenprogrammierer sich von der Kreation komplizierter Viren mit größtmöglichem Schadenpotenzial hin zu Spyware-Entwicklung orientieren. Die Spyware-Programme werden in Verbindung mit der organisierten Kriminalität und illegalen Geldgeschäften genutzt. Verkauft werden entweder die Spyware-Anwendungen selbst oder gestohlene Daten, die von dubiosen Firmen weiterverwertet werden, etwa für den Zugriff auf Kontodaten. Die Art der Bedrohung aus dem Netz hat sich damit erstmals seit Jahren deutlich verändert.” (dd)

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