Webshop hinter Gittern

Netzwerke

In Nordrhein-Westfalen wurde gestern ein Onlineshop eröffnet, der nur Produkte verkauft, die von Gefangenen hergestellt werden.

Weil durch den Globalisierungsdruck auch im Knast ein Mangel an Arbeitsplätzen herrscht, wollen die JVAs in Nordrhein-Westfalen ihren Verkauf mit einem Webshop ankurbeln – wie schon zuvor Berlin, Sachsen und Niedersachsen. Gestern öffnete der Online-Shop für Produkte von Gefangenen aus NRW. Unter den angebotenen Produkten, so berichtet der Börsenreport, finden sich “Krummsäbel für 5 Euro bis hin zur Streifengans im Gefängnislook für 13 Euro”.

Die 18.000 Gefangenen, die bisher eher auf Zuruf für interne Zwecke arbeiteten, bieten so den billigen Arbeitskräften aus den neuen EU-Ländern Paroli. Unternehmer, die billige Arbeitskräfte suchen, brauchen nicht mehr ins Ausland zu gehen: Deutsche Strafvollzugsanstalten können ja vielleicht mithalten. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen