Projektoren im Dauertest
Technik DLP-Projektoren

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Die DLP-Technik ist kompliziert, hat aber diverse Vorteile. DMD-Chip, Lampe und Linse erzeugen deutlich besseren Kontrast als LCD-Konkurrenten.

Bildqualität

Projektoren im Dauertest

Mehr und mehr der günstigen Projektoren verwenden DLP (Digital Light Processing). Diese auf den ersten Blick recht komplexe Technik hat so der Hersteller diverse Vorteile: Im Gegensatz zu LCD-Projektoren lassen die Bildqualität und der Kontrast auf Dauer nicht nach, denn technisch bedingt nehmen die empfindlichen Komponenten Wärme und Licht nicht auf, sondern reflektieren sie. Außerdem spricht der von Haus aus stärkere Kontrast für diese Technologie.

Bild:
Die Spiegel sind wenige Mikrometer groß. Die komplette Spiegelfläche des Chips ist nur etwa daumennagelgroß.


1000 Bewegungen pro Sekunde

Projektoren im Dauertest

Dafür lassen speziell bei den günstigeren Beamern die Farben teils zu wünschen übrig. Wenn bei Testbildern sowohl Rot als auch Gelb in Richtung Braun tendieren, ist meist ein DLP-Chip im Projektor. Kein in PC Direkt 02/2005 getestetes Gerät mit dieser Technologie konnte Farben so gut darstellen wie die drei LCD-Konkurrenten.
Ein DLP-Beamer besteht aus vier Hauptkomponenten: Lampe, DMD-Chip, Farbrad und Linse. Die Lichtquelle strahlt den Chip an, der je Pixel einen kleinen Spiegel hat DMD steht für Digital Mirror Device. Bei einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten sind also unglaubliche 480000 Spiegel in dem daumennagelgroßen Chip verbaut. Jeder dieser winzigen Spiegel kann seine Position mehrere tausend Mal pro Sekunde kontrolliert um bis zu 12 Grad in zwei Richtungen verändern und das Licht somit in eine bestimmte Richtung lenken zur Linse oder eben nicht.

Bild:
Das Licht wird pixelgenau reflektiert.


Regenbogeneffekt

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Bildpunkte, die auf der Leinwand erscheinen sollen, werden durch Farbrad und Linse projiziert. Das Farbrad ist eine Scheibe, die ähnlich wie die bei Diskokugeln verwendeten funktioniert. Je nach Ausführung besteht sie aus drei bis sieben unterschiedlich farbigen Bereichen, die mit einer Geschwindigkeit von mehreren tausend Umdrehungen pro Minute zwischen DMD-Chip und Linse gedreht werden. Soll ein roter Pixel auf der Leinwand erscheinen, klappt der entsprechende Mikrospiegel nur dann in Richtung Linse, wenn der rote Bereich vorbei rast.
Um die Helligkeit der einzelnen Punkte zu kontrollieren, bewegen sich die Spiegelchen sehr schnell (bis zu 20 Mikrosekunden für eine Bewegung sind heute möglich). Somit wird ein Bildpunkt ein- und abgeschaltet ähnlich dimmen auch moderne Halogen-Lampen im Wohnzimmer.
In Zukunft sollen noch mehr Spiegel, die noch kleiner sein werden, in dem DMD-Chip Platz finden. Auch die Bewegungsgeschwindigkeit wird zunehmen. Dadurch kann das Farbrad schneller drehen und dem DLP-typischen Regenbogeneffekt entgegenwirken.


Bild:
Das Farbrad sitzt hinter dem DMD-Chip.