Nano-Forscher aus Hannover beschreiben Material mit 240.000 dpi

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Forscher am Laser Zentrum Hannover e.V. haben ein neues Verfahren zum “Schreiben” von nanometergroßen Strukturen entwickelt.

Mit einem Femtosekundenlaser haben Forscher aus Hannover hochpräzise Material abgetragen und gleichzeitig das Werkstück computergesteuert bewegt. Die so entstandenen Strukturen haben eine Auflösung von 240.000 Punkten pro Inch (DPI).

“Auf dem kleinsten Farbpunkt eines handelsüblichen Laserdruckers mit 600 DPI können wir mit dem neuen Verfahren noch 160.000 (400×400) Punkte draufsetzen”, erklärt Jürgen Koch, Physiker und Mitarbeiter am LZH. “Die Punkte haben einen Abstand von ungefähr 100 Nanometer, das ist der zehntausendste Teil eines Millimeters”, so Koch.

Das LZH hat im vergangenen Jahr das kleinste Puzzle der Welt vorgestellt, in diesem Jahr konnten sich die Wissenschaftler sogar noch steigern. Der Bruchteil eines 0,5 x 0,5 Millimeter kleinen Puzzleteils wurde präzise mit dem “Niedersachsenross” beschriftet. Damit ist das Pferd etwa so groß wie der Durchmesser eines Haares.

Das neuartige Verfahren wird laut Koch weit reichende Auswirkungen auf die Nanotechnologie haben. Zukünftig werden im täglichen Leben gezähmte Photonen eine immer größere Rolle spielen. Hierzu werden nanometergenaue Strukturen benötigt, die mit dem neuen Laserverfahren präzise hergestellt werden können. Ebenso kann die Lösung zur Herstellung und zur Reparatur der nächsten Generation von Lithographiemasken für Computerchips verwendet werden. (mk)

Auf Messen live:
Hannover Messe – Halle 15, Stand F34 – und auf der Laser Messe München – Halle 33, Stand B3,302

( – testticker.de)

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