Vergleichstest: Office-PCs
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Bürorechner sind jeden Tag pausenlos im Einsatz. Wartungsfreier Betrieb, niedriges Betriebsgeräusch und gute Serviceleistungen sind entscheidende Kaufkriterien. Sieben Office-PCs im Test.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: Office-PCs

Dell Optiplex GX280
Fujitsu Siemens Scenic E300 Green PC
Transtec 1300 Business PC
Wortmann Terra Orbis M iCM350T
Acer Veriton 3700G
IBM Think Centre A50
Maxdata Favorit 2000 IS


Auf dem Prüfstand

Vergleichstest: Office-PCs

Hochgeschwindigkeits-Prozessor, Highend-Grafikkarte, Gigabyte-Speicher oder schnelles Raid-System: Die Ausstattungsmerkmale aktueller Highend-Heimrechner lassen den EDV-Verantwortlichen in einem mittelständischen Unternehmen kalt. Im Unternehmenseinsatz zählen zuverlässiger Betrieb, leichte Wartung und umfassender Service weitaus mehr als hohe Taktraten. Da Ausfallzeiten das Unternehmen Geld kosten, sind kurze Reaktionszeiten und Vor-Ort-Austausch-Service entscheidende Kritierien bei der Auswahl des PC-Lieferanten, gefolgt von ergonomischen Eigenschaften des Rechners wie Wartungsfreundlichkeit, Lautstärke und Energiebedarf.

Unter diesen Kriterien hat PC Professionell sieben Standard-PCs der Top-Ten-Anbieter für Desktop-Systeme unter die Lupe genommen. Die Firmen-PCs von HP und PC Spezialist nehmen nicht am Test teil. Beide Hersteller konnten zum Testtermin keine passenden Geräte einsenden.

Um die Bedeutung von Serviceoptionen und ergonomischen Eigenschaften auch im Test hervorzuheben, fließen Ergonomie und Service zu einem größeren Anteil ins Gesamtergebnis ein als bei den Tests von PCs für Heimanwender: Liegt der Anteil beider Disziplinen sonst bei zusammen 30 Prozent, so werden diesmal alle Kriterien mit jeweils 25 Prozent in der Gesamtwertung berücksichtigt. Das beste Ergebnis im Vergleichstest erzielt Dell mit dem Optiplex GX280 Value Business Client. Dank des günstigen Preises von 770 Euro erhält das System gleichzeitig die »Budget-Empfehlung der Redaktion«. Ferner vergibt PC Professionell eine »Service-Empfehlung« an Fujitsu Siemens. Ausschlaggebend dafür sind die umfangreichen Serviceleistungen: Der Vor-Ort-Service ist auf bis zu 60 Monate erweiterbar, das bietet sonst kein Hersteller. Zudem ist die Hotline auch am Samstag erreichbar.

Fachhandel oder Direktvertrieb

Je nach Größe und Art des Unternehmens, in dem die PCs eingesetzt werden sollen, spielt auch der Vertriebsweg eine Rolle. Kleine Firmen mit wenigen Rechnern und ohne eigene IT-Abteilung sind unter Umständen beim Fachhandel oder bei Systemhäusern besser aufgehoben. Denn diese können nicht nur die Installation übernehmen, sondern stehen auch als direkte Ansprechpartner bei Problemen zur Verfügung, die über eine Hotline nicht zu lösen sind. Über Systemhäuser oder Fachhändler vertreiben Acer, IBM, Maxdata und Wortmann ihre PCs. Die Geräte von Dell und Transtec hingegen sind ausschließlich direkt beim Hersteller erhältlich. Bei Fujitsu Siemens wiederum können kleinere Firmen oder Mittelständler nur ausgesuchte Modelle online bestellen.


Dell Optiplex GX280

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Einen rundherum gelungenen Arbeitsplatz-Rechner liefert Dell mit dem Optiplex GX280 Value Business Client. Das Design nach dem neuen Formfaktor BTX garantiert ein leises Betriebsgeräusch. Das durchdachte Gehäuse ermöglicht einfache Wartung und auch Ausstattung sowie Leistung genügen selbst hohen Ansprüchen. 36 Monate Garantie inklusive Vor-Ort-Service sind im Preis enthalten.

Der günstige Preis von 770 Euro verschafft dem Dell Optiplex GX280 Value Business Client damit auch die »Budget-Empfehlung«.


Performance und Ausstattung

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Bei der Leistung genügen fast alle Testkandidaten den Anforderungen im Büroalltag. So überschreitet bis auf Wortmanns Terra Orbis M jeder Rechner beim Systembenchmark Content Creation Winstone 2004 die 20-Punkte-Marke. Damit sind die Teilnehmer nicht nur für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation gewappnet, sondern bewältigen auch anspruchsvolle Anwendungen wie Powerpoint-Präsentationen mit Filmsequenzen, Datenbanken oder andere rechenintensive Aufgaben.

Wichtig ist im Arbeitsalltag vor allem, dass keine merklichen Leistungseinbußen auftreten, während andere Programme im Hintergrund laufen. Hierzu zählen in Unternehmen vor allem Virenscanner, automatische Updates oder Groupware-Clients wie Outlook oder Lotus Notes. Die beste Performance im Testfeld liefert IBMs Think Centre mit 27,1 Punkten, dicht gefolgt vom Transtec 1300 mit 27,0 Punkten. Lediglich der Wortmann Terra Orbis M fällt in der Leistung hinter die anderen Testkandidaten zurück. Grund hierfür ist der Prozessor: Der mobile Intel Pentium Celeron M 350 reicht nicht an die Leistungsfähigkeit von Desktop-CPUs heran benötigt dafür aber deutlich weniger Energie.

An der Ausstattung der Business-PCs haben die Tester nur wenig auszusetzen. So verfügen alle Kandidaten über mindestens 60 GByte Festplattenplatz und 512 MByte Arbeitsspeicher. Systeme mit Onboard-Grafik haben damit ausreichend Reserven, um 64 MByte der im Chipsatz integrierten Grafikeinheit zuzuweisen. Als einziger Hersteller schickt Dell einen PC mit separater Grafikkarte in den Test: Der Optiplex GX280 ist mit ATI-Radeon-X300-Karte bestückt. Bei den optischen Laufwerken ist Maxdata der Ausreißer: Der Favorit 2000 IS hat lediglich ein CD-ROM-Laufwerk. Positiv können sich hier die PCs von Fujitsu Siemens und IBM in Szene setzen. Beide Rechner sind mit Combo-Laufwerken ausgestattet, die DVDs lesen und CD-R- oder -RW-Medien brennen.

Auch die Anwenderfreundlichkeit gibt bei keinem der Testkandidaten Anlass zu Klagen. Alle Bedienelemente sind gut erreichbar, Schnittstellen wie USB-Ports sind an der Gehäusefront zu finden. EDV-Mitarbeiter wissen Gehäuseschalter und Desktop-Management-Tools wie bei Acer zu schätzen.


Testergebnisse im Überblick

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