Portable Media-Player: Iriver PMP-140 und PMC-120
Ungleiche Brüder

WorkspaceZubehör

Die beiden portablen Media-Player PMP-140 und PMC-120 von Iriver liefern sich den Kampf der Hightech-Player. Windows gegen Linux heißt das Duell. Wer das Rennen macht, verrät der Testbericht.

Testbericht

Portable Media-Player: Iriver PMP-140 und PMC-120

Fast wie Zwillinge erscheinen die beiden mobilen Media-Player von Iriver und doch trennen sie Welten voneinander. Windows gegen Linux heißt das Duell. Welche Plattform taugt besser für die Video-, Musik- und Fotowiedergabe unterwegs? Der Iriver PMC 120 setzt auf Microsoft-Technik. PMC steht dabei für den Portable-Media-Center-Standard. Das bedeutet beispielsweise, der PMC-120 gibt Videos nur wieder, wenn sie im WMV-Format (Windows Media Video) codiert sind.

Gedacht ist der portable Player als Ergänzung zur Media Center Edition. Dort aufgenommene Filme und Musikstücke sollen mit dem Player auch unterwegs abgespielt werden können. Mit JPEG-, MP3- und WMA-Daten (Windows Media Audio) kommt der Player ebenfalls zurecht. Alle anderen Formate müssen erst mit der mitgelieferten Software, deren Herzstück der Media Player 10 ist, konvertiert werden. Die maximale Auflösung liegt dann bei 320 x 240 Pixel. Das Procedere ist umständlich und macht nicht wirklich Spaß. Wenigstens haben Microsoft und Iriver einen Datenbereich vorgesehen, in dem alle Arten von Dateien abgelegt und transportiert werden können. Positiv: Der Player lässt sich einfach bedienen. Der Nutzer kommt ohne einen Blick in die Anleitung mit der Navigation in den Menüs zurecht.

In der Disziplin Ergonomie muss sich der auf Linux basierende PMP 140 (Portable Media Player) geschlagen geben. Er ist sehr umständlich zu bedienen. Zwar hat Iriver einen Help-Button eingebaut, der die aktuelle Tastenbelegung zeigt viel hilfts allerdings nicht. Dafür hat der PMP 140 bei der TV-Ausgabe die Nase vorn. Über einen Schieber wird die Ausgabe von dem Display auf den Fernseher umgeleitet. Beim PMC-120 muss erst das Setup-Menü bemüht werden. Auch bei der Wahl der Videoformaten ist der PMP im Vorteil: Er spielt AVI, ASF, MPEG-4, DivX 3.11/4.0/5.x und XviD ab. Beiden Geräten gemeinsam sind die guten Displays und die praktischen Stützen zum Aufstellen.

Im Kampf der Hightech-Player setzt sich das günstigere Linux-Gerät PMP-140 an die Spitze. Wie es noch besser geht, zeigt aber Archos mit dem AV400 und PMA400: Letzterer ersetzt sogar den Organizer.


Testergebnis PMP-140

Portable Media-Player: Iriver PMP-140 und PMC-120

Hersteller: Iriver
Produktname: PMP 140

Internet: Iriver Homepage
Preis: 600 Euro (Stand 04/05. Aktuelle Preise im Preisvergleich)

Technische Daten
Betriebssystem: Linux
Festplatte: 40 GByte, 1,8-Zoll
Bildschirm: 3,5-Zoll-TFT, 260 000
Videoformate: ASF, AVI, Divx, Xvid,MPEG-4
Musikformate: MP3, WMA, ASF, WAV
Schnittstellen: USB 2.0, Line-in/ Video-out
Maße/Gewicht: 139 x 84 x 32 mm/300g

Messwerte
Akkulaufzeit (bei Video-/Audio-Wiedergabe): 4:35/9:28 h:min

Pro & Contra
+ Formatunterstützung
– Bedienung ist umständlich

Gesamtwertung: gut
Bildqualität (30%): gut
Tonqualität (30%): gut
Ausstattung (20%): gut
Service (20%): gut


Testergebnis PMC 120

Portable Media-Player: Iriver PMP-140 und PMC-120

Hersteller: Iriver
Produktname: PMC 120

Internet: Iriver Homepage
Preis: 500 Euro (Stand 04/05. Aktuelle Preise im Preisvergleich)

Technische Daten
Betriebssystem: Windows Portable Media Center
Festplatte: 20 GByte, 1,8-Zoll
Bildschirm: 3,5-Zoll-TFT, 260 000
Videoformate: ASF, MPG
Musikformate: MP3, WMA, ASF, WAV
Schnittstellen: USB 2.0, Line-in/ Video-out
Maße/Gewicht: 139 x 84 x 32 mm/300g

Messwerte
Akkulaufzeit (bei Video-/Audio-Wiedergabe): 4:29/9:32 h:min

Pro & Contra

+ einfache Bedienung
– Nur WMA-Dateien

Gesamtwertung: befriedigend
Bildqualität (30%): gut
Tonqualität (30%): gut
Ausstattung (20%): ausreichend
Service (20%): gut