Datenbank-Rätsel: 270.000 Konten bei japanischer Bank einfach verschwunden

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Die spurlos aus den Datenbanken verschwundenen Konten der Mizuho-Bank wurden offenbar gelöscht, berichtet der Informationsdienst internetnews.com.

Kundeninfos von rund 270.000 Nutzern wurden offenbar im Netzwerk der japanischen Mizuho Bank gelöscht. Dies musste das Geldinstitut aufgrund der aktuellen Gesetzeslage und von Kundenanfragen heute offiziell in Tokio mitteilen. Die Bank hatte bereits seit ihrer Gründung im Jahr 2002 mehrfach technische Probleme. Eine interne Untersuchung habe ergeben, dass es keine Anzeichen von Fremdeinwirkung oder Datenmissbrauch gebe.

Der Verlust der kompletten Kundendaten inklusive Namen, Kontonummern und Transaktionslisten ist wohl bei den Versuchen, Datenbanken zusammenzuführen, entstanden. Arbeiten an den Datenbanken der 167 Filialen in den vergangenen Jahren suggerieren, dass der Verlust im Lauf der Zeit entstand, ohne dass dies gleich bemerkt wurde.

Die aus drei kleineren Instituten entstandene Bank hatte von Anfang an mit der Integration von verschiedenen IT-Infrastrukturen zu kämpfen. Schon kurz nach der Fusion liefen 7.000 Geldautomaten falsch, tausende Kunden erhielten kein Geld oder bekamen weniger in bar, als von ihrem Konto abgezogen wurde. Bis heute sind die Netze nicht richtig integriert; Zumindest soll es aber bald ein Update des Kunden-Management-Systems geben. Mal sehen, wie viele Daten dabei verlorengehen – die Bank hat 30 Millionen Kunden. (mk)

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