AOL testet VoIP-Telefonsystem in Deutschland

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Nicht wie bei mancher Konkurrenz als Zusatzangebot zu DSL-Zugängen, sondern als Telefoniesystem, das unabhängig vom Internet-Zugangsanbieter funktioniert, will AOL seinen Service an den Kunden bringen.

AOL steigt in Deutschland in die Internet-Telefonie ein und setzt auf das SIP-Protokoll. Bis zu sieben Ortsnetzrufnummern sind pro Konto möglich. Der Betatest in geschlossener Nutzergruppe wurde nun gestartet.

Passende Produktpakete mit AOL-Logo sollen später in den Handel kommen. Die IP-Geräte sollen einfach zu bedienen sein und mit beliebigen Internetzugängen verknüpft werden können – ähnlich wie SIPGate sieht sich AOL als unabhängiger Vermittler.

Das VoIP-Gerät, das Berliner Journalisten vorgeführt wurde, muss lediglich mit einem DSL-Router oder -Modem verbunden werden. An diese Box passen handelsübliche Telefone. Die Hardware schleift den Telefonanschluss durch und erlaubt so, dass “normale” Telefonate über das gleiche Telefon angenommen werden können.

Ein PC ist lediglich für die einmalige Konfiguration nötig – danach ist die Internet-Telefonie so einfach wie das “altmodische” Pendant. Im Web-Interface für die Konfigurierung lassen sich Filter für ein- und ausgehende Anrufe einstellen, so dass etwa bestimmte Nummern automatisch den digitalen Anrufbeantworter erreichen. Auch der Anrufbeantworter lässt sich über das Web-Interface konfigurieren.

Ein “AOL Phone” Account bietet bis zu sieben Rufnummern, aber anders als etwa bei Skype sind sie an den Vorwahlbereich des Kunden gebunden. Die Telefonate mit anderen AOL-Phone-Kunden sollen kostenlos sein; was ein Telefonieren in andere Netze kostet, ist noch nicht festgelegt. (mk)

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