154 Harddisks getestet
Festplatten-Übersicht

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Vom kompakten Microdrive bis hin zu den 3,5-Zoll-Festplatten mit S-ATA-Schnittstelle umfasst der Vergleichstest von 154 erhältlichen Massenspeicher.

2,5-Zoll-Laufwerke

154 Harddisks getestet

Der in Kooperation mit unserer Schwesterzeitschrift PC Professionell durchgeführte Test mit insgesamt 154 Festplatten zeigt unter anderem, welche Leistung ab sofort auch für Notebooks zu erwarten ist und was ein größerer Cache bei schnellen 3,5-Zoll-Drives bringt.
Im PDF finden Sie sämtliche Produkte auf einen Blick und übersichtlich nach den folgenden vier Kategorien sortiert: Microdrives und 1,8-Zoll-Laufwerke, 2,5-Zoll-Festplatten, 3,5-Zoll-IDE-Platten und 3,5-Zoll-S-ATA-Drives.

Kleiner Durchmesser – kleine Performance
Die mittlere Transferrate spiegelt die zu erwartende Leistung beim Lesen und Schreiben von Dateien wider. 3,5-Zoll-Modelle erreichen üblicherweise Werte zwischen 45 und 50 MByte/s. 2,5-Zoll-Laufwerke leisten rund 25 MByte/s und die kleinen 1,8-Zoll-Produkte kommen immerhin noch auf 15 MByte/s. Das hat seinen Grund: Je kleiner der Durchmesser der Magnetscheiben ausfällt, desto weniger Sektoren lassen sich pro Kreissegment lesen und das geht zu Lasten der Performance. Doch auch die Geschwindigkeit, mit der die Magnetscheiben rotieren, beeinflusst die Leistung: Bei höherer Drehzahl wird der Schreib-/Lesekopf des Festplattenarms schneller über dem angeforderten Sektor positioniert: Die Zugriffszeit ist niedriger. Während im 3,5-Zoll-Bereich 7200 Umdrehungen pro Minute (U/min) üblich sind, geben sich die Laufwerke von Notebooks mit Werten von 4200 U/min oder auch bloß 5400 U/min zufrieden 7200 U/min sind noch recht selten.

Bild:
Toshiba GAH: Die MK6006GAH ist die schnellste unter den 1,8-Zöllern.


Große Notebook-Festplatten

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Generell gilt: Gute Leistung gibt es mit fast jeder Produktfamilie unabhängig vom Formfaktor. Wer auf maximale Performance aus ist, greift zum 3,5-Zoll-Testsieger WD Raptor. Allerdings erfordern lediglich spezielle Anwendungen wie Videoschnitt oder das Hantieren mit mehreren hundert MByte großen Bildern in Photoshop und Konsorten derart viel Leistung im Fall der teuren Raptor mit Leseraten von 62 MByte/s.
Kaum langsamer und mehr als schnell genug für den Einsatz in herkömmlichen Desktop-Rechnern sind die preiswerten Familien Maxtor Diamondmax 10, Seagate Barracuda 7200.8 und WD Caviar SE. Wer auf maximale Kapazität aus ist, sollte sich die 400-GByte-Laufwerke der Produktreihen Hitachi Deskstar 7K400 und Seagate Barracuda 7200.8 näher ansehen.

1,8-Zoll-Festplatten
2,5-Zoll-Drives sind für Notebooks erforderlich, aber auch für den mobilen Datentransport empfehlenswert. Die kompakten 2,5-Zoll-Modelle bringen es mittlerweile auf Kapazitäten von 100 GByte und im Fall des 60-GByte-Laufwerks Hitachi Travelstar 7K60 auf Transferraten bis zu 29,7 MByte/s. Nur knapp dahinter platziert sich Seagates Momentus-5400.2-Reihe. Selbst Serial ATA, bislang eine Domäne der 3,5-Zoll-Laufwerke, hält bei den 2,5-Zoll-Produkten Einzug: Fujitsu hat mit der MHT-BH-Reihe bereits die erste passende und mit 27,5 MByte/s auch schnelle Serie am Start. Microdrives kommen häufig bei Profikameras zum Einsatz. 1,8 Zoll haben noch Seltenheitswert am ehesten findet man sie in portablen Multimediageräten wie MP3-Playern. Diese Minifestplatten reichen zwar nicht an die Performance der 2,5-Zoll-Varianten heran, fassen aber wie im Fall der Toshiba MK6006GAH bis zu 60 GByte.

Bild:
Maxtor Diamondmax 10: Die 16-MByte-Cache-Version ist das schnellste 3,5-Zoll-Harddrive.

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Mehr Performance

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Generell geht der Trend zu mehr Cache der sich bei Lese- und Kopiervorgängen in höherer Performance auswirkt. Waren 16 MByte bislang den SCSI-Drives vorbehalten, kommen einige ATA-Festplatten nun ebenfall mit 16 MByte Cache. Auch die ersten 2,5-Zoll-Varianten sind bereits damit erhältlich.

NCQ minimiert den Leseaufwand
Einige Modelle von Fujitsu, Seagate und Maxtor haben bereits Serial-ATA-II-Fähigkeiten wie etwa das Native Command Queueing (NCQ). Damit ausgestattete Laufwerke sortieren Lesebefehle so um, dass die Bewegungen des Schreib-/Lesekopfs minimiert werden. Multithreading-Umgebungen wie Windows XP, in denen viele Prozesse auf die Festplatte zugreifen, profitieren davon.

Windows kann volle 48 Bit nutzen
Für Festplatten mit mehr als 128 GByte ist die 48-Bit-Adressierung notwendig, die in Windows 2000 erst ab Servicepack 3 und dem folgenden Registry-Patch funktioniert: Unter HKEY _Local _Machine/System/CurrentControlSet/Services /atapi/Parameters legt man den neuen Eintrag EnableBigLba vom Typ REG_Dword mit dem Wert 1 an. Bei Windows XP steht der 48-Bit-LBA-Support erst ab SP 1 zur Verfügung.

Festplattencheck gibt Detailinfos
Mit Tools wie Lavalys Everest (www.lavalys.com) lassen sich die Smart-Infos auslesen. Neben generellen Angaben wie Laufzeit und Temperatur erfährt man unter anderem auch die Start-/ Stopp-Zyklen und die Anzahl fehlerhafter Sektoren. Während andere Tools sich meist über die Bedeutung der Parameter und ihrer Werte ausschweigen, kommentiert Lavalys Everest die Infos mit einer Statusmeldung.

Bild:
Hitachi Travelstar 7K60: Mit 7200 U/min setzt sich dieses Modell an die Spitze.

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Leise Festplatten

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Die aktuelle Generation ist leise wie nie zuvor. In dieser Hinsicht machen einige 3,5-Zoll-Laufwerke sogar den 2,5-Zoll-Produkten Konkurrenz. Dafür sorgen Flüssigkeitslager, die ausnahmslos alle Testkandidaten einsetzen. Gegenüber Kugellagern bieten sie eine höhere Laufruhe und niedrigere Geräuschpegel. Das Lauteste an einer Harddisk sind mittlerweile nicht die rotierenden Platten, sondern der Aktuator, der den Schreib-/Lesekopf positioniert je schneller, desto lauter die Festplatte.
Die Geschwindigkeit des Aktuators lässt sich per Software einstellen, wenn Automatic Acoustic Management (AAM) unterstützt wird. Mit Ausnahme der Seagate- und Toshiba-Festplatten sowie der 1,8-Zoll-Laufwerke und Microdrives unterstützen alle Testkandidaten AAM. Mit Hilfe des Hitachi Feature Tools (unter www.hitachigst.com/hdd/support /download.htm) lässt sich die Zugriffsart des Aktuators in 127 Stufen zwischen 128 (niedrigem Betriebsgeräusch) und 254 (hoher Performance) bei IDE und S-ATA Platten einstellen. Die Leistungsunterschiede zwischen den beiden Modi sind gering. Deutlich ist dagegen die gesenkte Lautstärke, wie man am Beispiel von Maxtor sieht: Die IDE-Serie Diamondmax Plus 9 kommt bei 254 auf 37,2 dB(A) und ist bei 128 mit 27,4 dB(A) nur noch halb so laut.

Bild:
WD Raptor: 10000 U/min machen das 3,5-Zoll-S-ATA-Drive zum derzeit schnellsten.

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