Storage-Hardware billiger, Aufwand aber teurer
Der Daten-GAU droht

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Wenn Sie Storage- oder IT-Verantwortlicher in einem Unternehmen sind, dann habe ich für Sie eine gute Nachricht vorneweg: Der Trend zu immer preiswerterer Storage-Hardware (gemessen in Dollars beziehungsweise Cents pro MByte) hält unvermindert an. Aber das wars dann auch schon. Denn die Verwaltung der Daten wird immer komplizierter – und damit aufwändiger und teurer.

Storage-Hardware billiger, Aufwand aber teurer

Wenn Sie Storage- oder IT-Verantwortlicher in einem Unternehmen sind, dann habe ich für Sie eine gute Nachricht vorneweg: Der Trend zu immer preiswerterer Storage-Hardware (gemessen in Dollars beziehungsweise Cents pro MByte) hält unvermindert an. Aber das wars dann auch schon. Denn die Verwaltung der Daten wird immer komplizierter – und damit aufwändiger und teurer.

Vor allem das Wachstum der E-Mails nimmt kein Ende. Im Gegenteil. Stellen Sie sich darauf ein, dass alles das, was Sie bisher zu bewältigen hatten, erst ein Vorgeschmack war. Denn bisher wurden E-Mails von PCs erzeugt. Überlegen Sie mal: Wie viele an ein Netzwerk angeschlossene PCs gibt es weltweit? Sagen wir 200 bis 300 Millionen. Aber jetzt kommt die Generation der Handys mit E-Mail-Funktionen, besser bekannt unter dem Vorreiter “Blackberry”. Bisher ist das erst ein Nischenprodukt. Ein paar Millionen mal verkauft. Inklusive der kompatiblen Brüdern und Schwestern höchstenfalls eine kleinere zweistellige Millionen-Anzahl. Aber jetzt kommen die großen Hersteller, die Siemens und Nokias dieser Welt, mit Blackberry-kompatiblen Winzlingen auf den Markt. Was passiert dann eigentlich, wenn diese Massenvermarkter erst mal die Märkte geflutet haben?

Und parallel nehmen die Aufbewahrungsvorschriften für Firmendokumente in einer Schärfe zu, die Sie als IT-Verantwortlichen noch mehr in die Zange nehmen. Der US-amerikanische “Sarbanes Oxley-Act” (SOX) als der bekannteste Vertreter verpflichtet Sie über viele Jahre hinweg lückenlos innerhalb von Tagen nachweisen können, wer wann wem welches E-Mail schrieb.

Kein Wunder, dass ein Begriff wie “Information Lifecycle Management” (ILM) in dem Moment hochpoppt, in dem der Storage-Gau auszuufern beginnt. Eine gute Nachricht habe ich nun für Sie wieder zum Abschluss: Es tun sich viele Lösungen auf, die Ihnen das Leben etwas leichter machen. Was Sie jetzt tun müssen: sich umfassend informieren! Denn den Kopf in den Sand stecken und nur hin und wieder ein paar neue Festplatten installieren – das war einmal. Der Daten-GAU rollt an. Befassen Sie sich rechtzeitig damit!


Der Autor:
Engelbert Hörmannsdorfer ist Autor und Mitinitiator des Storage-Magazins speicherguide.de.
Er arbeitet seit den frühen 80er-Jahren in der Elektronik- und Computerzeitschriftenbranche, unter anderem als Chefredakteur des Elektronikmagazins Markt&Technik und Herausgeber eines Börsenbriefs für die Technikbranche.