Embedded Computing
Computer am Rande des Polarkreises

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Embedded Computing wird heute noch als Thema für Spezialisten und Bastler wahrgenommen, liefert
aber bereits intelligente Lösungen für besondere Probleme.

Embedded Computing

Die Zeiten, in denen man ohne Vernetzung und Bildschirm arbeiten konnte, sind vorbei. Zu gross ist der Planungs- und Informationsbedarf moderner Firmen in Zeiten des “Just In Time”-Denkens, das mit zukünftiger Produktion genauso operiert wie mit Waren, die gerade auf dem Transportweg und damit nur im virtuellen Raum als gelagert zu berechnen sind. So entsteht auch ein Bedarf nach vernetzbaren Rechnern für extreme Anwendungen in Forstwirtschaft und Bergbau, zum Einsatz in Fahrzeugen für die Produktion von Holz oder Erzen. Die Anforderungen an ein solches Computersystem weichen von denen eines typisches Desktop-PCs notwendigerweise ab: die mechanische und thermische Beanspruchung ist weit höher als im Büro, die Rechenleistung darf aber unter der von üblicher Office-Hardware liegen.

Solche Off-Road-Rechner werden unter anderem von der schwedischen Firma Propac angeboten, die auf der CeBIT 2005 ihre ProMobile-Reihe vorstellte. Auf einem ETX-Mainboard arbeiten CPUs von 650 MHz bis 1,66 GHz mit bis zu einem GByte RAM, typischerweise sind es Strom sparende Prozessoren von VIA oder Transmeta. Eine typische Speichermedienbestückung wäre eine 30 GByte IDE Harddisk und ein optisches Combolaufwerk, der Stromverbrauch wird mit autobatterieschonenden 25 Watt im Vollastbetrieb und 0,1 Watt im Stand-By angegeben. ETX-typisch lässt sich die Sub-Platine mit der CPU bei Bedarf austauschen, Upgrade oder Reparatur werden dadurch erleichtert. Eine integrierte Klimakontrolle garantiert störungsfreien Betrieb zwischen minus 30 und plus 50 Grad Aussentemparatur. Die Rückseite des Tablet-PC mit optionalem Touch-Screen bietet die ganze Anschlusspalette von PS/2 für Maus und Tastatur über serielle (RS-232) und parallele Schnittstellen bis USB. Ein ProMobile-Computer ist mit einer Fehlerkontrolle in Form eines separaten Microcontrollers ausgerüstet, die alle Fehlfunktionen an den Benutzer oder wahlweise via SMS oder Email an die Zentrale meldet. Bei der Wahl des Betriebssystems stehen dem Anwender (fast) alle M?glichkeiten offen: von Linux über DOS zu sämtlichen Windows-Dialekten von 95 bis XP.

Rechner mit Embedded Computing Architektur werden in der Regel nach kundenspezifischen Anforderungen in kleinen Serien hergestellt.