12 Gamecontroller im Vergleich
Joysticks mit Force Feedback

KomponentenWorkspace

Für Egoshooter genügen Maus und Tastatur. Doch Autorennen oder Fußball am PC erfordern spezielle Controller. Force-Feedback erhöht den Spielspaß ganz gewaltig.

Spielen am PC

12 Gamecontroller im Vergleich

Es gibt eine nahezu endlose Palette an Spielcontrollern. Sie lassen sich in drei Kategorien einteilen: Lenkräder, Joysticks und Gamepads. Die dem Vergleich zugrunde liegenden Kriterien waren Funktionalität, Ergonomie, Design und wie der Controller das Spielgefühl hinsichtlich Spielempfinden und Realitätsnähe unterstützt.

Racegames rütteln am Lenkrad
Für den PC sind nicht sehr viele Formel-1-Spiele verfügbar, jedoch jede Menge anderer Ralleys. Das wohl beliebteste ist momentan Collin McRae Ralley 05, ein Cross-Ralleyspiel, bei dem das Lenkrad, wenn es mit Force-Feedback ausgerüstet ist, ordentlich wackelt. Weitere Rennspieltipps sind Need for Speed Underground 2 und Flatout.

Joysticks sorgen für Cockpit-Gefühl
Ein Joystick ist bei Flugsimulationen unverzichtbar. Der Klassiker ist Microsoft Flightsimulator. Bis heute stellt er die realistischste Flugsimulation dar und ist deswegen auch in der Bedienung gewöhnungsbedürftig. Doch ist die Steuerung erst einmal ins Blut übergegangen, vergeht die Zeit wie im Flug. Legt man mehr Wert auf schnellen Spielspaß als auf Realismus, sind Freelancer und Yeager einen näheren Blick wert.

Gamepads sind ideal für Sport
Wer sein Gamepad mal so richtig ausnutzen möchte, dem seien die beiden aktuellen Fußballspiele Fifa 2005 und Evolution Soccer 4 ans Herz gelegt. Diese sind erst mit dem entsprechenden Spielgerät kontrollierbar und machen Spaß wie an einer Konsole. Mag man es eher actionlastig, kommt man nicht um das 3D Jump n Run Prince of Persia: Warrior Within herum.


Lenkräder

12 Gamecontroller im Vergleich

Logitech Momo Racing

Das erste Lenkrad im Test ist gleichzeitig auch das beste. Es ist robust und stabil. Neben Gas- und Bremspedal verfügt es zusätzlich über eine Gangschaltung. Am Lenkrad selbst befinden sich sechs Buttons, die frei mit zusätzlichen Kommandos belegbar sind. Das Force-Feedback und das Lenkrad selbst fühlen sich angenehm realistisch an.

Trust FF380 Race Master
An dem robusten Lenkrad sind alle Tasten sehr gut erreichbar. Eine praktische Zusatzfunktion ist der Coolie-Hat für schnellen Perspektivenwechsel. Allerdings ist der Befestigungsmechanismus der Steuerung nicht sonderlich robust, und die beiden Pedale liegen zu dicht beisammen.

Trust NF340 Race Master
Force-Feedback sucht man beim NF340 vergebens. Das Lenkrad ist solide verarbeitet und verfügt über sechs leicht zugängliche Tasten und einen praktischen Coolie-Hat. Die Pedale sind aber zu eng nebeneinander und können beim beherzten Gasgeben schon mal verrutschen.

Bild: Trustmaster Firestorm Dual Power 3


Joysticks

12 Gamecontroller im Vergleich

Logitech Freedom 2.4

Dieser kabellose Joystick hat eine Reichweite von sechs bis sieben Metern. Mit drei AAA-Batterien hält er etwa 40 Stunden durch. Neben Flugsimulationen ist er sehr gut für Rennspiele geeignet. Um bei Spielen ohne Tastatur auszukommen, bietet er einen Coolie-Hat, acht Buttons und einen Schubregler. Der Joystick liegt wunderbar in der Hand.

Logitech Attack 3
Der ausgezeichnete Allround-Joystick ist für alle Spielgenres geeignet und verfügt über elf frei konfigurierbare Tasten sowie einen Schubregler. Attack 3 reagiert sehr gut. Dank seiner überschaubaren Größe kann man ihn bequem in der Hand halten; einen überdimensionalen Schreibtisch braucht er nicht.

Trust Predator QZ 501
Bei diesem Gerät hat Trust hohe Qualität und einen niedrigen Preis kombiniert. Die Genauigkeit ist hervorragend. Selbst die kleinsten Handbewegungen werden genau umgesetzt. Auch der Schubregler arbeitet einwandfrei. Klasse sind die Saugnäpfe an der Unterseite.


Gamepads

12 Gamecontroller im Vergleich

Thrustmaster Firestorm Dual Power 3

Die Installation des Gamepads bereitet keinerlei Probleme. Trotz der Force-Feedback-Motoren im Inneren fühlt es sich leicht an. Die Tasten sind gut erreichbar und sowohl die analogen Steuerknüppel als auch das digitale Steuerkreuz reagieren direkt und genau. Zwar funktioniert das Rütteln, besonders gut umgesetzt wurde es jedoch nicht.

Thrustmaster 360 Modena Upad Force
Durch die gummierten Griffe liegt das Gamepad sehr gut in der Hand. Die Steuerung funktioniert makellos. Wie beim Firestorm Dual Power 3 sind die Tasten gut erreichbar und die analogen Steuerknüppel sowie das digitale Steuerkreuz reagieren direkt und genau. Allerdings ist das Force-Feedback deutlich besser gelungen. Das Gamepad ist von Ferrari lizenziert, was aber keine Entschuldigung für das äußerst bizarre Aussehen ist.

Trust 850F
Obwohl das Gamepad sich sehr billig anfasst und auch so aussieht, lieferte es beim Spielen überraschend gute Leistung. Force-Feedback fühlt sich aber deutlich zu schwach an, um realistisch zu wirken. Die Sensibilität der Tasten lässt sich per mitgelieferter Software einstellen. Wer kleine bis mittelgroße Hände hat, wird teilweise Schwierigkeiten haben, alle Tasten schnell zu erreichen.

Logitech Dual Action
Das Gamepad gleicht dem der Playstation 2 sowohl im Design als auch in der Anordnung der Tasten. Sogar die analogen Steuerknüppel fehlen nicht. Die Ergonomie ist hervorragend. Es arbeitet äußerst genau und die Tasten funktionieren präzise. Auf der mitgelieferten CD findet man Treiber, ein paar kleine Spiele und Demos, damit man es gleich ausprobieren kann.

Bild: Trust FF 380 Race Master


Gamepads II

12 Gamecontroller im Vergleich

Logitech Cordless Rumblepad 2

Im Gegensatz zum Dual Action hat dieses Gamepad Force-Feedback. Man merkt das sofort, denn es ist deutlich schwerer. Diese Funktion kann direkt am Gamepad an- und abgeschaltet werden. Zudem überträgt es die Daten zwischen Gamepad und PC kabellos. Mit den beiden AA-Batterien soll man etwa 100 Stunden lang spielen können.

Logic 3 Rumble Pad
Gerät und Tasten fühlen sich sehr unnatürlich an, was bereits nach kurzer Spieldauer zu schmerzenden Fingern und Handgelenken führt. Das Force-Feedback funktioniert bei diesem Gamepad nur, nachdem man die beiliegenden Treiber installiert hat.

Fazit
Den Logitec Attack 3 gibt es schon für gute 20 Euro. Wer als Gelegenheitsspieler hin- und wieder mal mit Stick zockt, ist damit sehr gut beraten. Vor dem Kauf von Controllern sollte man aber immer selbst Hand anlegen und die Erreichbarkeit aller Tasten prüfen.