Kaufberatung Notebook
Das können die Neuen

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Das wäre zu dumm: ein vermeintliches Schnäppchen zu machen, nur um hinterher festzustellen, dass man am falschen Ende gespart hat. Der Kauf eines Portablen will wohl überlegt sein.

Die CPU

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Damit Sie beim Notebookkauf nicht auf reißerische Schnäppchenofferten hereinfallen, empfiehlt es sich, ein paar Faustregeln zu beachten. Dann können Sie problemlos die Spreu vom Weizen trennen. Entscheidend sind die einzelnen Komponenten und was sie können.

Auf den Prozessor kommt es an
Oft werden in Notebooks die gleichen CPUs verbaut, die auch in Desktop-PCs eingesetzt werden. Die sind zwar billig, jedoch verbrauchen sie viel Strom und sind recht schwer. Dieselben Prozessoren gibt es auch noch in Varianten mit dem Zusatz M. Sie arbeiten energiesparender und ermöglichen so größere Mobilität.
Was die CPU leistet, kann man nicht einfach nur anhand der Taktrate vergleichen, denn auch die Bauweise ist wichtig. So ist ein Pentium M mit 2 GHz beispielsweise genauso schnell wie ein Pentium 4 mit 2,6 GHz. Beide sind wiederum schneller als ein Celeron mit 2,8 GHz. Im Einsteigersegment ist der Celeron von Intel für alle gängigen Anwendungen einsetzbar, jedoch ist ihm ein Celeron M oder der neue Sempron M von AMD vorzuziehen. Mehr Geld muss man für Athlon-XP- und Pentium-4-CPUs ausgeben. Ein Athlon XP 3000+ ist ein wenig schneller als ein Pentium 4 mit 3 GHz. Der Athlon 64 ist überhaupt der schnellste verfügbare Prozessor. Der Pentium M bietet insgesamt den besten Kompromiss aus Leistung und Energieeinsparung und ist damit die erste Wahl für mobile Rechner.
Die effektive Leistung wird außer von der CPU aber auch noch vom Arbeitsspeicher, der Festplatte und vom 3D-Chip beeinflusst.

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Das Fujitsu-Siemens Lifebook E8010 ist mit einem Wechselschacht für Laufwerke oder einen Zweitakku ausgestattet.


Der Arbeitsspeicher

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Eigentlich reichen für den Einsatz von Windows XP 256 MByte Arbeitsspeicher aus. Wer aber auch Videos und Bilder bearbeiten möchte, sollte sich mindestens 512 MByte gönnen. Alle Notebooks haben in der Regel einen zusätzlichen freien Steckplatz, in dem Sie nachträglich noch einen Speicherriegel im S0-Dimm-Format hinzufügen können. Den Arbeitsspeicher gibt es in drei verschiedenen Geschwindigkeiten: DDR 266 MHz (PC 2100), DDR 333 MHz (PC 2700) und DDR 400 MHz (PC 3200).

Festplatten schaffen Platz
Die Speicherkapazitäten reichen von 30 bis über 80 GByte. Es ist empfehlenswert, eine etwa 5 GByte große Partition für das Betriebssystem anzulegen, da dies eine allfällige Neuinstallation deutlich vereinfacht.
Im Gegensatz zu Festplatten von PCs arbeiten die Harddisks von Notebooks nicht mit 7200 U/min, sondern mit 4200 U/min oder besser mit 5400 U/min. Oft kann man sie auch gegen größere austauschen allerdings sind nicht alle Festplatten mit allen Notebooks kompatibel. Manchmal ist es auch möglich, den Brenner gegen eine zweite Festplatte auszutauschen und so mehr Speicherplatz herauszuschlagen. Eine andere Möglichkeit ist der Kauf einer externen Festplatte, die per USB 2.0 oder Firewire sowohl mit dem Notebook als auch mit dem PC im Büro Verbindung aufnimmt. Eine solche externe 120-GByte-Platte kostet in Flächenmärkten zwischen 100 und 130 Euro.

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Das IBM Thinkpad T42p glänzt mit einer
128-MByte-Grafikkarte und 1 GByte Arbeitsspeicher.


Große Displays

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Bei billigen Notebooks hat man oft kein Umtauschrecht, auch wenn einige Pixel defekt sind. Eine Garantie für ein einwandfreies Display kostet da meist zusätzlich. Die optimale Auflösung bei 14- oder 15-Zoll-Bildschirmen ist XGA mit 1024 x 768 Bildpunkten, einige Spitzengeräte haben auch 17-Zoll-Displays. Diese Größe erlaubt bis zu 1900 x 1200 Pixel, was ideal für Foto- oder Videobearbeitung ist. Für Textverarbeitung ist diese Auflösung aber nicht mehr zu gebrauchen, da die Buchstaben gar nicht mehr zu erkennen wären. Wer 3D-Spiele ruckelfrei spielen möchte, wird die Auflösung ohnehin deutlich reduzieren müssen.

Schnelle 3D-Grafik kostet extra
Die Grafikkarte ist in der Praxis nur für diejenigen wichtig, die gelegentlich unterwegs spielen wollen. Die Chips von S3, SIS und Intel zweigen jedoch meist einen Teil des Arbeitsspeichers als Grafikspeicher ab und verschlechtern so die Gesamtleistung des Systems. Will man aktuelle 3D-Spiele laufen lassen, muss man mindestens 1300 Euro in ein Notebook mit ATI Mobility Radeon 9600 oder Nvidia 5600 investieren. Und selbst mit einem solchen 3D-Grafikchip muss die Auflösung oft auf 800 x 600 Bildpunkte reduziert werden, damit das Game ruckelfrei läuft.
Es gibt für Notebooks aber auch schon die Grafikkarten Radeon 9700 und Radeon 9800. Die sind sehr viel besser für aktuelle Spiele geeignet. Für ein solches Notebook muss man aber mit mindestens 2000 Euro schon tief in die Tasche greifen. Wer gerne und öfter spielt, dem bleibt letztlich nur, dies an einem PC zu tun oder sich alle 18 Monate für viel Geld ein neues Notebook zu kaufen.

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Das VGN-X505VP von Sony Vaio ist ein Musterbeispiel für ein leichtes, kompaktes und trotzdem leistungsfähiges Subnotebook.


Die Laufwerke

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Bis auf Notebooks für unter 800 Euro oder Ultraleichte brennen alle neuen Geräte sowohl CDs als auch DVDs. Bei Subnotebooks sind optische Laufwerke meist nur als externe Drives zu bekommen. Einfache Brenner beherrschen nur das Beschreiben von Minus-R- und Minus-RW-DVDs, bessere können auch Plus-Formate schreiben. Solchen Brennern, die mit DVD+R/RW zurechtkommen, ist in jedem Fall der Vorzug zu geben, da diese Rohlinge über einen verbesserten Fehlerkorrekturmodus verfügen und von Laufwerken besser gelesen werden.
Die maximale Geschwindigkeit für Notebook-DVD-Brenner ist 2,4fach ~sie brauchen also 25 Minuten für 4 GByte (gegenüber 8fach, 12fach oder sogar 16fach beim PC). Wo viele DVDs vom Stapel laufen, wird es ratsam sein, sich einen externen Brenner zuzulegen, der höhere Geschwindigkeiten schafft oder sogar Dual-Layer-DVDs mit bis zu 8 GByte beschreiben kann. Bei Subnotebooks sind optische Laufwerke meist ohnehin nur als externe Geräte zu bekommen, da im Gehäuse selbst kein Platz mehr ist.

Nach einem Jahr schwächelt jeder Akku
Die Akkulaufzeit liegt, je nach Modell, zwischen einer und über vier Stunden. Ein teures Notebook alleine garantiert noch lange keinen guten Akku. Trägt die CPU den Zusatz M im Namen, stehen die Chancen gut, dass das Gerät länger als 2,5 Stunden durchhält. Die längste Laufzeit bei gleichzeitig hoher Leistung garantieren die Geräte der Centrino-Baureihe. Der Akku sollte auf alle Fälle eine Lithium-Ionen-Batterie sein. Manche Notebooks bieten auch die Möglichkeit, statt des DVD-Brenners oder einer zweiten Festplatte einen weiteren Akku einzusetzen. Dieser gehört nie zum Lieferumfang, sondern muss zusätzlich gekauft werden. Nach ungefähr einem Jahr beginnt schließlich jeder Akku an Leistung zu verlieren.

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Das führende Gerät in der Kategorie Tablet-PC ist laut VNU-Testlabor das Acer Travelmate C111TCi.


Das Gewicht

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Je billiger ein Notebook ist, desto schwerer ist es. Andererseits ist es auch umso schwerer, je mehr es kann. Kurz gesagt: Die meisten Notebooks sind schwer. Gibt man weniger als 1000 Euro aus, muss man schon froh sein, eines zu finden, das weniger als drei Kilogramm wiegt. Immerhin ermöglich der Pentium M sehr leichte Geräte. Doch das angegebene Gewicht berücksichtigt nie die externe Stromversorgung und die Tragetasche. Insgesamt kommt man so schnell auf über fünf Kilogramm. Die Alternative: ein ultraportables Notebook. So etwas ist aber kaum unt
er 2500 Euro zu haben.

Jedes Kabel ist ein Kabel zu viel
Centrino-Notebooks mit Pentium M werden von Haus aus mit Wifi-Unterstützung ausgeliefert. Aber immer mehr Notebooks, auch mit anderen Prozessoren, unterstützen Wireless LAN. Der WLAN-Standard 802.11b kann rechnerisch bis zu 11 MBit/s an Daten durch die Lüfte funken, was für einen schnellen Internet-Anschluss mehr als ausreichend ist. Mit der 802.11g-Technik sind sogar maximal 54 MBit/s möglich. Dies bringt aber nur dann Vorteile, wenn man innerhalb eines lokalen Netzwerks große Datenmengen austauscht. Beide Standards sind zueinander kompatibel. Die maximale Reichweite beträgt 100 Meter, innerhalb von Gebäuden sinkt sie aber stark ab. Mit Bluetooth-Technik können Sie beispielsweise Outlook-Termine mit dem Handy synchronisieren.
Ist das Notebook nicht standardmäßig mit WLAN oder Bluetooth ausgerüstet, kann man es mittels PCMCIA-Karte oder USB-Stick leicht nachrüsten.

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Noch gibt es nur sehr wenige Notebooks, die wie das Acer Aspire 1714, eine 120-GByte-Festplatte verbauen.


Das Zubehör

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Verkäufer behaupten gerne, dass Sie dieses oder jenes später noch einbauen können. Das stimmt in der Regel auch. Allerdings ist es mit geeigneten Originalmodulen des Herstellers fast so wie mit der Tinte für Drucker: Oft stehen die Preise in einem krassen Missverhältnis zum Gerät.

Viele Profis kaufen sich lieber alle 18 Monate einen neuen Tragbaren, so dass sie den alten möglichst noch zu einem guten Preis versteigern können. Damit nicht teuer gekauftes Zubehör völlig unter Preis den Besitzer wechseln muss, besorgen Sie es sich am besten dort, wo es am günstigsten ist, ob in spezialisierten Onlineshops oder bei Ebay, nur nicht beim Hersteller.

Fazit: Die Anwendung entscheidet. Wer viel unterwegs ist, kann Abstriche in der Ausstattung machen. Hauptsache, das Notebook ist leicht und schnell mit der Außenwelt verbindbar. Wo es dagegen ständig auf dem Schreibtisch steht, spielt das Gewicht keine Rolle. Dafür sollte es möglichst viel Ausstattung bieten. Günstige Lösungen dazwischen können nur Kompromisse sein.

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Für Multimedia-Anwendungen ist ein gutes Display wie beim Qosmio G10 von Toshiba Grundvoraussetzung.


10 Grundregeln

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1. Wenn Sie das Notebook im Geschäft kaufen, sollten Sie das Display vergleichen. Es ist der Schwachpunkt billiger Geräte.

2. Damit Windows besser läuft, brauchen Sie unbedingt 512 MByte Arbeitsspeicher. Geben Sie sich nicht mit weniger zufrieden!

3. Ist das Notebook immer dabei, sollten Sie ruhig auf ein bisschen Leistung verzichten und sich gleich ein ultraportables Gerät kaufen.

4. Wer lange Akkulaufzeiten braucht, sollte sich für ein Notebook entscheiden, bei dem man den Brenner durch einen zweiten Akku ersetzen kann.

5. Bei Reparaturen ist es gut, wenn man ein Markennotebook hat. Hier sind Ersatzteile oft bis zu fünf Jahre verfügbar. Bei billigen Geräten wird das schon nach 18 Monaten schwierig.

6. Den Akku sollten Sie erst aufladen, wenn er leer ist, und einmal im Monat ganz entladen. Bei der Arbeit mit Netzteil gehört der Akku heraus.

7. Eine praktische Dockingstation sorgt dafür, dass Sie nicht permanent alle Peripheriegeräte einzeln an- und abstecken müssen.

8. Auf Reisen ist eine Tragetasche unumgänglich. Sie fasst auch sämtliches Zubehör und sollte zudem gut gepolstert sein, um Schäden zu vermeiden.

9. Heftige Bewegungen, während das Notebook Daten von der Festplatte liest oder darauf schreibt, können es dauerhaft schädigen!

10. Kaufen Sie Zubehör, das Sie nicht einbauen, sondern per USB oder Firewire anschließen, dann können Sie es bequem auch an anderen Rechnern nutzen, zum Beispiel am PC.