Beamer unter 1000 Euro
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Beamer gibt es bereits deutlich unter 1000 Euro. Doch was taugen die Geräte? Acht aktuelle Geräte ab 788 Euro stellen sich einem Vergleichstest.

Metergroße Bilddiagonale

Beamer unter 1000 Euro

Wer einmal Playstation auf einer metergroßen Bildfläche per Beamer im Multiplayermodus gezockt hat, will nicht mehr auf Röhrenfernsehern mit winzigen Bilddiagonalen spielen. Nicht anders verhält es sich bei tollen Spielfilmen, die man sich sonst nur im Kino ansehen möchte, der Stimmung wegen. Klar ist ein Heimkino lange nicht mit der Popcorn-Atmosphäre eines Cineplex vergleichbar, aber es ist ebenso kein Vergleich zum klassischen Fernsehabend.
Preise deutlich unter 1000 Euro machen die Geräte nun tauglich für den Massenmarkt. Auslaufmodelle gibt es schon ab 660 Euro, was sie zu einer interessanten Alternative zum Zweitfernseher macht. Aktuelle Modelle gibt es ab 788 Euro.

Testergebnisse im Detail


Farben und Kontraste

Beamer unter 1000 Euro

Acht Konkurrenten stellten sich einem Vergleichstest im PC-Direkt-Testlabor mit interessantem Ergebnis: Günstig muss nicht schlecht bedeuten. Immerhin hat kein Gerät schlechter als ?befriedigend? abgeschlossen, die Note ?gut? gab es sechs Mal.
Im Testfeld finden sich sowohl Projektoren mit DLP- als auch mit LCD-Technik. Bei Letzterer sitzt, vereinfacht erklärt, zwischen Lampe und Linse ein kleiner LCD-Monitor, der durchleuchtet wird. Die entsprechenden Geräte im Test überzeugen vor allem mit ihrer Bildqualität: Astreine Farben und schön anzusehende bewegte Bilder zeigen auf den ersten Blick, welche Technologie verbaut ist.

Digital-Light-Processing-Technik

Bei den DLP-Alternativen kommt die Digital-Light-Processing-Technik von Texas Instruments zum Einsatz. Ein sich drehendes Farbrad vor der Lampe, ähnlich der Ausleuchtung von Disco-Kugeln, wirft mehrere tausend Mal pro Minute Licht in unterschiedlichen Farben auf den DLP-Chip. Dieser besteht aus einer knappen halben Million winziger Spiegel, die einzeln angesteuert und bewegt werden können. Nur wenn ein Spiegelchen im richtigen Winkel steht, trifft der entsprechende Farbfleck die Leinwand ansonsten bleibt sie an der Stelle dunkel. Die Vorteile sind der vergleichsweise extreme Kontrast auf der einen und die deutlich erhöhte Helligkeit auf der anderen Seite. Allerdings erkennen empfindliche Zeitgenossen bei schnellen Kopfbewegungen ein leichtes Farbflimmern: Rote, grüne und blaue Streifen werden sichtbar der Effekt des Farbrads.

Testergebnisse im Detail


LCD- und DLP-Technik

Beamer unter 1000 Euro

Faszinierend ist die Tatsache, dass die beiden Projektoren mit der Bewertung ?befriedigend? nicht einer Kategorie zuzuordnen sind: Der Canon-Projektor hat ein LCD-Panel im Inneren, Toshiba setzt auf die DLP-Technik von Texas Instruments. Am oberen Ende der Messlatte sieht es etwas anders aus: Die höchste Bewertung mit 81 Prozent erhält der Infocus X2 mit DLP-Chip. Es folgen zwei weitere DLP-Projektoren; der beste LCD-Beamer im Vergleich ist der Epson EMP-TW10H auf dem vierten Platz.

Profi-Eingänge fehlen
Nahezu alle der Geräte im Test verfügen lediglich über Bildeingänge, über die Profis nur schmunzeln können. Im Vergleich zu ?richtigen? Lösungen, die deutlich mehr als das Doppelte kosten, muss man natürlich Abstriche hinnehmen. Wer aber mit Begriffen wie YCbCr oder Yuv, speziellen Component-Eingängen, nichts anfangen kann, und ohnehin vorhat, das Bildsignal per S-Video-Kabel oder Composite-Leitung von DVD-Player, D-Box oder Spielekonsole Richtung Projektor zu schicken, den dürfte das nicht stören.

Fazit
Da der beste Projektor im Vergleich, der Infocus X2, nicht die Note ?sehr gut? erreicht hat, qualifizierte er sich nicht für die Referenz-Empfehlung. Er erhält stattdessen das Budget-Logo, wie auch das Modell von Acer: Als günstigstes Gerät landet der PD116 auf dem dritten Platz.

Testergebnisse im Detail