Vergleichstest: DVB-T-Empfänger
Cleveres Duo: DVB-T und PC

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DVB-T-Karten bringen digitales Fernsehen mit brillianten Bildern und Dolby-Digital-Sound auch auf PCs und Notebooks. Im Test liefern sich 16 DVB-T-Empfänger das Rennen.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: DVB-T-Empfänger

KNC One TV Station DVB-T Plus
Pinnacle PCTV Mediacenter 300i
Technisat Air Star 2 TV
Terratec Cinergy 1200 DVB-T
Twinhan Vision DTV Ter
Kworld Xpert DTV DVB-T V-Stream
Aver Media Aver TV DVB-T 771
Hauppauge Win TV Nova-T
Lorenzen DVB-T PCI
Technisat Air Star USB
Hauppauge DEC 2000-T
Yakumo DVB-T mobile USB
Twinhan Twinhan DTV Magic Box
Artec T1 Digital TV
Kworld Xpert DTV DVB-T USB
Trust TV-2100 Digital TV & Radio Receiver


Der PC als Videorekorder

Vergleichstest: DVB-T-Empfänger

Bald ist es so weit: Dann ist DVB-T in fast allen Ballungsräumen Deutschlands zu empfangen. Das sind gute Nachrichten für PC-Anwender, denn mit den DVB-T-Karten im Vergleichstest wird jeder PC zum Videorekorder. Damit nehmen Sie TV-Sendungen im Dolby-Digital-Sound auf. Von Ihren Lieblingssendungen können Sie eine Video-DVD erstellen, die Werbung schneiden Sie dabei mit einem speziellen Tool raus.

Die Bildqualität der getesteten Karten ist durchweg gut. Der neue terrestrische Digital-TV-Standard liefert bessere Bilder als das gewohnte Analog-Fernsehen. Im Vergleich mit dem kostenpflichtigen digitalen TV-Empfang über Satellit (DVB-S) oder Kabel (DVB-C) sind gewisse Abstriche zu machen, die jedoch nur im direkten Vergleich auffallen.

Im Test sind neun aktuelle DVB-T-PCI-Karten und sieben externe USB-Lösungen. Letztere sind vorwiegend für Notebooks gedacht, lassen sich aber auch am PC einsetzen. Leistungsunterschiede zwischen PCI-Karten und den USB-Modellen gibt es nicht. Gerade einmal 70 Euro kostet die günstigste DVB-T-Hardware (Twinhan Vision DTV Ter). Damit ist DVB-T eine günstige Alternative zum Kabelanschluss (rund 20 Euro im Monat) oder Satellitenempfang (500 Euro für Gerät und Montage).

Das Versprechen vom »Überall-Fernsehen« können allerdings nicht alle Produkte im Test einlösen. Die Eingangsempfindlichkeit des Tuners und die Antenne bestimmen die Empfangsleistung. So empfängt die Hauppauge Win TV Nova-T kaum einen Sender ohne Störung, wenn nur eine passive Zimmerantenne angeschlossen ist. Hier hilft nur das Versetzen der Antenne an einen für den Empfang günstigeren Platz oder der Einsatz einer aktiven Antenne.

Bei der Wiedergabe und der Aufzeichnung von Fernsehprogrammen hingegen arbeiten alle getesteten Karten einwandfrei. Lediglich die Installation der Receiver-Software kann eine Herausforderung sein, wenn die Version auf CD wie bei der Aver Media DVB-T 771 und der Twinhan DTV Magic Box veraltet ist. Erst nach Internet-Updates ist die Installation erfolgreich.


KNC One TV Station DVB-T Plus

Vergleichstest: DVB-T-Empfänger

Sehr gute Empfangsleistung, ein gut funktionierendes EPG und Parallelbetrieb von bis zu vier Karten machen die PCI-Karte zum Testsieger.


Eingangsempfindlichkeit des DVB-Tuner-Moduls

Vergleichstest: DVB-T-Empfänger

Die Bildqualität der Testkandidaten ist nahezu gleich. Subjektiv treten nur nur geringe Abweichungen auf. Unterschiede in Helligkeit oder Farbsättigung sind auf verschiedene Grundeinstellungen des MPEG-Codecs zurückzuführen und lassen sich problemlos in der Software manuell korrigieren. Die Übertragungsparameter wie Bitrate und Auflösung sind durch die Sendeanstalt festgelegt. Das Programm kommt in der gleichen Qualität beim Zuschauer an, in der es abgeschickt worden ist vorausgesetzt, es kommt zu keinen Störungen auf dem Sendeweg.

Entscheidend ist die Eingangsempfindlichkeit des DVB-Tuner-Moduls. Unterschreitet die Stärke eines Senders den minimalen Empfangspegel einer DVB-T-Karte, kommt es zunächst zu sichtbaren Klötzchen (Artefakten) und dann zu einem kompletten Drop-out, bei dem Bild und Ton stehen bleiben. Je empfindlicher der Tuner, desto wahrscheinlicher ist der Empfang von Sendern, deren Signalstärke niedrig ist. Daher prüfen die Tester die Anzahl der TV-Kanäle, die jede Karte empfangen kann.

Je mehr Kanäle Tuner und Chipsatz entschlüsseln können, desto besser ist auch der Empfang unter ungünstigen Bedingungen. Für den Anwender bedeutet dies, dass auch eine passive Antenne für den Empfang ausreicht. Die Zahl der empfangbaren Kanäle im Raum Düsseldorf reicht bei den Geräten im Test von 25 bei der Lorenzen-Karte bis zu 53 bei der Air Star 2 TV von Technisat. Die Anzahl der tatsächlich ausgestrahlten Programme liegt bei 26, die meisten Sender sind jedoch auf mehreren Kanälen zu empfangen. So strahlen zum Beispiel das ZDF, Sat 1 und Pro Sieben sowohl in Stereoton als auch mit Dolby-Digital-Sound auf unterschiedlichen Frequenzen aus.

Die Zeit, die beim Suchlauf vergeht, hat auf die Anzahl der gefundenen Kanäle offensichtlich keinen Einfluss. Das gute Suchergebnis (43 Kanäle) bei den Karten von Terratec und KNC One entschädigt zwar für die gute halbe Stunde Wartezeit. Die Technisat-Produkte finden dennoch mehr aktive Frequenzen bei einem Durchlauf, der nicht einmal fünf Minuten dauert.

Neben der reinen Empfangsleistung ist es wichtig, dass die Geräte eine Betriebsspannung von 5 Volt am Antenneneingang bereitstellen. Damit kann der interne Verstärker einer aktiven Zimmerantenne betrieben werden. Diese ist für guten Empfang fast immer nötig, wenn keine Hausantenne zur Verfügung steht. Beide Testsieger erfüllen dieses Kriterium.


Testergebnisse im Überblick

Vergleichstest: DVB-T-Empfänger