Neuauflage des Microsoft Browsers
Internet Explorer 7 kommt

Software

Eine erste Beta-Version des Internet Explorers 7 soll bereits in diesem Sommer erscheinen. Microsoft will damit eine neue Stufe der Sicherheit erreichen.

Mehr Sicherheit

Neuauflage des Microsoft Browsers

Einige wenige Sätze von Bill Gates auf der RSA-Security-Conference in San Francisco Mitte Februar ließen die IT-Welt aufhorchen: Version 7 des Internet Explorer soll kommen, und das schon viel früher, als von Microsoft bislang propagiert. War die Neuauflage des meistverbreiteten Browsers erst mit Erscheinen des Windows-XP-Nachfolgers Longhorn im Jahr 2006/2007 geplant, so soll eine erste Betaversion des IE 7 bereits im Sommer dieses Jahres zur Verfügung stehen.

Angeblich war es nicht der Erfolg des Konkurrenten Firefox , der Microsoft dazu bewogen hat, den eigenen Browser neu aufzulegen: Eine »neue Stufe der Sicherheit« will Microsoft laut Gates mit IE 7 erreichen und zwar über das Service-Pack 2 hinaus. So soll der Browser unter anderem Sicherheitsmechanismen gegen Phishing, Virenbefall und Spyware integrieren und dennoch wie gehabt mit Plug-ins erweiterbar und flexibel bleiben, erklärte Microsofts Chief-Software-Architekt. Allerdings werden nur Windows-XP-Anwender mit aufgespieltem Service-Pack 2 mit der Software arbeiten können, auf anderen Plattformen wird IE 7 nicht laufen. Trotzdem sollen für Internet Explorer 6 auch weiterhin Sicherheits-Updates veröffentlicht werden.

Für die Microsoft-Konkurrenz ist Gates Ankündigung freilich keine gute Nachricht: Viel hat der Microsoft-Gründer über IE 7 zwar nicht verraten, doch es ist wahrscheinlich, dass der neue Browser in puncto Funktionalität mit Firefox und Opera gleichzieht. Immerhin haben komfortable Features wie Tabbed Browsing und Mausgesten mit dazu beigetragen, dass viele Anwender vom Microsoft- zum Open-Source-Browser Firefox wechselten. Zieht der IE 7 nun auch in Sachen Sicherheit nach, könnte man fast schon von einem neuen Browserkrieg sprechen wenn nicht Microsoft durch die Integration der Software in Windows XP immer einen Schritt voraus wäre.