Vergleichstest: DivX-Tools
12 Spielfilme auf einer DVD

Allgemein

Mit einem MPEG-4-Decoder und dem richtigen DivX-Tool finden ein Dutzend Filme auf einem DVD-9-Medium Platz. Im Test treten sieben DivX-Tools gegeneinander an.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: DivX-Tools

DVD to Ogm-Team DVD to Ogm 1.41
Tony Lenox Auto GK 1.60
Marty Franz Vidomi 0.469
www.video-tools.com Autodub 1.7.5
Canopus Procoder Express
DVX Contributors DVX 4.0
DivX Networks Dr. DivX 1.06


Durchblick im Formatdschungel

Vergleichstest: DivX-Tools

Die ganze Staffel einer TV-Serie oder zwölf Spielfilme auf einer einzigen DVD? Dank DivX sind solche Projekte kein Problem mehr. Bei einer Spielfilmlänge von 90 Minuten und einer Bitrate von etwa 1000 KBit/s passen mit DivX bis zu zwölf Filme in hoher Qualität auf eine DVD-9. Kein Wunder also, dass DivX immer beliebter wird, denn so lassen sich Datenträger und damit auch Geld und Platz sparen.

Außerdem ist DivX inzwischen wohnzimmertauglich geworden: Immer mehr Stand-alone-Player, die neben DVD und (S-)VCD auch DivX, XviD und sogar Nero Digital abspielen, kommen in den Handel und das zu immer günstigeren Preisen. Höchste Zeit also, die DivX-Vorteile zu nutzen. Die DivX-Tools des Testfelds komprimieren das in verschiedenen Formaten vorliegende Videomaterial ins DivX-Format. Sie bieten dabei verschiedenste Funktionen, um eine hohe Bildqualität bei effektiver Nutzung zu erreichen. Am besten machen das DVD to Ogm und Auto GK, beides gut bedienbare Freeware-Tools.

Nur Dr. DivX bringt den lizenzierten DivX-Codec bereits mit. Für die anderen DivX-Tools benötigen Sie einen Encoder wie DivX 5.2.1 (www.divx.com). Die Tools steuern den Encoder. Über die Qualität des fertigen Films entscheidet, wie gut sie den Encoder ansteuern, ob alle Parameter einstellbar und ob Funktionen wie zum Beispiel Autocrop und die Bitratenberechnung vorhanden sind.

Das Standard-Eingabeformat ist MPEG-2, das zum Beispiel bei Aufnahmen mit digitalen oder analogen TV-Karten geliefert wird. Aber auch nicht kopiergeschützte DVDs können verarbeitet werden. Sie bestehen aus VOB-Dateien, die ebenfalls MPEG-2-komprimiert sind. Solche Dateien können direkt in das jeweilige Tool geladen und verarbeitet werden. Je nach Tool lassen sich die Tonspuren gleich mitkonvertieren. Probleme gab es im Test lediglich mit Auto GK 1.60 (in der 1.88 Beta behoben) und Dr. DivX, die MPA-Tonspuren in MPG-2-Dateien nicht erkennen. In solchen besonderen Fällen muss man die Tonspur separat bearbeiten.


DVD to Ogm (Alternative Formate)

Vergleichstest: DivX-Tools

Vor allem die gute Funktionsvielfalt beschert DVD to Ogm den Testsieg bei den alternativen Formaten. Die Oberfläche bleibt trotz der vielen Features übersichtlich. Professionelles Alleinstellungsmerkmal ist der Support von zehn Audiospuren. Das Tool arbeitet mit allen DivX-Codecs zusammen. Die Unterstützung durch Anleitungen und Forum ist sehr gut.


Testaufbau

Vergleichstest: DivX-Tools

Für den Test wurde die DVB-Aufnahme eines Ski-Abfahrtsrennens verwendet. Sie enthält sehr viele und schnelle Bewegungen eine echte Herausforderung für die Tools. Die Codierung wird zunächst mit den Standardeinstellungen der Programme durchgeführt: Die Bitrate beträgt etwa 600 KBit/s, die Auflösung ermitteln die Tools selbstständig.

Die erzeugten Bildqualitäten variieren bei diesem Test deutlich. Entscheidend dabei ist, wie hoch die Tools die Auflösung bei dieser relativ geringen Bitrate wählen. Im zweiten Test wird eine nicht kopiergeschützte DVD nach DivX transcodiert. Hier sind die Qualitätsunterschiede weit weniger sichtbar, weil das Ausgangsmaterial von sehr hoher Qualität ist und Bitrate sowie Auflösung sehr gut sind.

Die Bewertung der DivX-Tools folgt dem Umfang und der Qualität der gebotenen Funktionen. Die Grundfunktionen bestimmen die Leistung. Dazu gehören die Art und Weise, wie die endgültige Filmgröße angegeben wird, welche Codecs (DivX- und XviD-Versionen) ein Programm unterstützt und wie viele Tonspuren es verarbeitet. Auch Komfortfunktionen wie automatisches Beschneiden der Ränder und wichtige Filter wie etwa für das De-Interlacing werden bewertet. Ein Stabilitätsfaktor trägt der Absturzfreudigkeit Rechnung.

Spezialfunktionen wie Batch-Betrieb und Codieren im Netzwerk sowie die Ausgabe weiterer Container wie OGM oder MKV bringen zusätzliche Punkte. Hierzu gehört auch die Unterstützung weiterer Codecs wie zum Beispiel Real Media oder Quicktime.

Im Bereich Service/Bedienung werden im Wesentlichen die Qualität von Oberfläche und Hilfefunktion sowie eine vorhandene Hotline und ein Forum bewertet.


Testergebnisse im Überblick

Vergleichstest: DivX-Tools