T-Online zeigt Lösung zur legalen P2P-Verwendung

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Auf der CeBIT schlägt T-Online eine Lösung vor, mit der das riesige Erfolgspotential bis dato illegaler Tauschbörsen für legale Musik-Downloads nutzbar gemacht werden soll. Die gegenseitige Vermittlung von Musik soll dabei über den Community-Effekt funktionieren.

Das T-Online-Musikportal Musicload, welches kürzlich den millionsten Kunden feiern konnte (siehe eigener Bericht) führt zur CeBIT modellhaft vor, wie legale Nutzung von Musik in Peer-to-Peer-Netzen funktionieren könnte. Das ursprüngliche Prinzip von Internet-Tauschbörsen wird dabei weitgehend beibehalten allerdings mit einigen Unterschieden. Zum einen werden die Rechteinhaber in das System miteingebunden. Außerdem gewährleistet der Anbieter eine bestimmte Qualität der Dateien. Das Peer-to-Peer-Modell führt vor, wie die Nutzer zukünftig untereinander in Kontakt treten, sich Musiktitel empfehlen und diese legal austauschen können, teilte das Unternehmen heute in Hannover mit.

“Wir wissen, wie erfolgreich illegale Tauschbörsen funktionieren”, sagt Susanne Peter, Director Marketing and Sales Musicload von T-Online. “Leider fehlt im legalen Musikvertrieb bisher das entsprechende Angebot. Und das ist eine bisher nicht genutzte Chance zur Bildung einer echten Community.”

Folgendes Szenario könnte sich beim legalen Peer-to-Peer laut T-Online abspielen: Kunde A ist Käufer bei einem Musikportal. Dort hat er seinen eigenen Musikshop angemeldet und Playlists zusammengestellt. Diese kann er nun dem Kunden B zur Verfügung stellen, der so die Möglichkeit hat, die mit Kommentaren und Empfehlungen versehenen Playlists anzusehen und nach favorisierten Songtiteln zu durchsuchen. Im nächsten Schritt kann er die Titel direkt von der Festplatte des Anbieters A auf den eigenen Rechner downloaden.

Die übertragenen Dateien sind mit den legal erworbenen digitalen Rechten des Anbieters versehen, so dass es zu keiner Verletzung der Urheberrechte kommt. Pro Song bezahlen die User eines solchen Services weiterhin ein Entgelt und auch der private Anbieter geht nicht leer aus. Für die Weitervermittlung erhält er beispielsweise Bonuspunkte, die er beim nächsten Besuch des von ihm favorisierten Musikportals in neue Musikkäufe investieren kann. (ah)
(de.internet.com testticker.de)

CeBIT 2005: Halle 26, Stand A01

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