1&1 braucht doch kein eigenes DSL-Netz – und sieht dennoch Durchbruch bei DSL/IP-Telefonie

NetzwerkeVoIP

Auf der CeBIT gab 1&1-Chef Andreas Gauger bekannt, der Druck auf die Telekom habe so gute Ergebnisse gebrachte, dass der ursprünglich geplante Aufbau eines eigenen Telekommunikationsnetzes von 1&1 nicht mehr unbedingt nötig sei

United Internet-Tochter 1&1 rechnet noch dieses Jahr mit dem Durchbruch der Internet-Telefonie. Bei dem Unternehmen nutzen bereits 100.000 der etwas mehr als eine Million DSL-Kunden das IP-Telefonie-Angebot. Im Verlauf des Jahres rechne man mit einem Anstieg auf 250.000 IP-Telefonie-Kunden.

Rund die Hälfte der DSL-Neukunden würden die technischen Geräte für Internet-Telefonie bestellen, verkündete Unternehmenschef Andreas Gauger, wovon die Hälfte die technische Möglichkeit auch nutze. Ab Anfang April soll ein neues Endgerät die Akzeptanz erhöhen; damit können auch ISDN-Telefonanlagen an DSL-Anschlüsse angekoppelt werden. Im Marketing wolle man den sperrigen Begriff “Voice over IP” (VoIP) durch “DSL-Telefonie” ersetzen.

DSL-Anbieter setzten Telekommunikations-Unternehmen unter Druck
Vor allem Call-by-Call-Telefon-Anbieter hätten Probleme durch den Druck aus der IT-Industrie und deren DSL-Angebote, verlautbarte der 1&1-Chef. Man selbst habe sogar die Deutsche Telekom zu Nachbesserungen gebracht , was den “möglichen Aufbau einer eigenen DSL-Infrastruktur” möglicherweise erübrige. Wegen Problemen mit der Deutschen Telekom bei Preis und Dienstleistung von DSL-Anschlüssen hatte der United Internet-Chef Ralph Dommermuth Anfang des Jahres angekündigt, in einigen großen Städten ein eigenes Netz aufzubauen oder aufzukaufen.

CeBIT 2005: Halle 16, Stand G05

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