Vergleichstest: DVD-Brenner
Höllisch gut brennen

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Schon ab 80 Euro gibt es leistungsfähige Double-Layer-DVD-Brenner mit 16fach Schreibtempo und der Brennsuite Nero 6.6. Im Test liefern sich 15 DVD-Brenner das Rennen.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: DVD-Brenner


Ein Brenn-Tool für alles: Nero 6.6

Vergleichstest: DVD-Brenner

Alle sechs Monate ein neuer DVD-Brenner das war bisher das Diktat der Industrie, wenn Anwender höheres Schreibtempo oder den Support neuer DVD-Formate wollten. Viele versuchten daher, mit gehackter Firmware die Leistung ihres Brenners zu verbessern. Mittlerweile haben die Hersteller ihre Produktpolitik geändert. Jetzt gehört es zum normalen Service, Firmware-Upgrades für die Laufwerke anzubieten. Das ist eine der Erkenntnisse aus dem Vergleichstest von 15 DVD-Brennern.

Mehr Performance gibt es gratis auf den Hersteller-Webseiten: So schreibt der Toshiba SD-5372 mit der Firmware-Version TU63 DVD-R-Medien jetzt 16- statt 12fach. Der Testsieger, Plextors PX-716A, brennt mit der Firmware 1.04 Double-Layer-DVDs mit 6fach- statt 4fach-Tempo. Für die Zukunft gerüstet ist man auch bei Lite-On: Ein Upgrade beschert dem SOHW-1653S Support für 8fach-DVD+RW- und 6fach-DVD-RW-Medien. Ganz bequem geht es bei Samsung: Die Brenner lassen sich direkt über das Internet mit frischer Firmware updaten. Mit Hilfe der Brennsuite Nero 6.6 ermittelt der Anwender die Firmware-Version des DVD-Brenners (über Rekorder, Rekorderauswahl).

Zusätzlich stellen Lite-On und Benq auf ihren Webseiten Tools bereit, mit denen sich der Book Type einstellen lässt. Wenn man diesen auf DVD-ROM setzt, sind Double-Layer-DVDs auf fast allen Stand-alone-Playern abspielbar. Bei vielen Laufwerken ist der Book Type schon auf DVD-ROM eingerichtet. Einige bieten die Möglichkeit, den Book Type mit Nero 6 (www.ahead.de) oder Nero CD DVD Speed (www.cdspeed 2000.com) einzustellen.

In der Performance liegen die aktuellen Geräte im Testlabor sehr nahe beieinander. Umso wichtiger ist daher die mitgelieferte Software, mit der Anwender ihre Musik-Alben, Videos oder Diashows auf CD oder DVD brennen. Das absolute Multitalent unter den Brenn-Tools ist das bereits erwähnte Nero Burning Rom 6.6. Das Programm versteht sich nicht nur mit Daten-CD/DVDs, sondern eignet sich auch zum Aufbereiten von Videos und dient als leistungsfähige Backup-Lösung. Der Workshop ab Seite 120 zeigt, wie Sie mit Nero 6.6 Video und Daten optimal auf CD oder DVD brennen.


Plextor PX-716A

Vergleichstest: DVD-Brenner

Der beste Double-Layer-DVD-Brenner im Test ist der Plextor PX-716A. Mit guter Leistung setzt sich der DVD-Rekorder knapp vor die schnelle Konkurrenz. Gut gefällt auch die reichhaltige Software-Ausstattung Nero 6.6 liegt dem Paket bei.

Die besten fünf DVD-Brenner
1. Plextor PX-716A: 86,3
2. Toshiba SD-5372: 85,2
3. Philips DVDRW1640P: 83,4
4. Lite-On SOHW-1653S: 82,7
5. LG GSA-4120B: 82,3
(maximal 100 Punkte)


DVDs in sechs Minuten gebrannt

Vergleichstest: DVD-Brenner

Der DVD-Brenner unterstützt einen einzigen Rohlingstyp und erreicht 2fach-Geschwindigkeit. Das gute Stück ist dafür auch ziemlich teuer: Auf dem Preisetikett steht die stolze Summe von 800 Euro. Ein DVD-Rohling ist dagegen deutlich güns-tiger und kostet nur 20 Euro. So stand es 2001 in den Preislisten zahlreicher Hardware-Discounter. Heute bekommt man für 20 Euro schon 20 Rohlinge. Und DVD-Brenner haben sich von teuren Exoten zu günstigen Mitnahmeprodukten gemausert.

Aktuelle Geräte wie die 15 getesteten DVD-Brenner sind bereits für unter 70 Euro zu haben. Größere Preisunterschiede gibt es nicht mehr günstig sind alle Testkandidaten. Und in puncto Brenntempo laufen die Rekorder ihren Urahnen auf und davon. Die DVD-Brenner bieten bis zu 16fache Schreibgeschwindigkeit und sind damit am physikalischen Limit angelangt allerdings nicht bei allen Formaten. Aus diesem Grund reicht es in der Wertung bei den getesteten Laufwerken noch nicht für die Gesamtnote »sehr gut«.

Um die Leistung der DVD-Brenner auszuloten, ermittelt PCpro die Lese- und Schreibperformance der Testkandidaten. Jedes Laufwerk brennt mit Nero 6 die maximal mögliche Datenmenge auf die unterstützten CD- und DVD-Formate. Hier relativiert sich die markige »16x-DVD«-Ansage der Hersteller. Lediglich in den Außenbereichen eines DVD-Rohlings wird mit maximaler Geschwindigkeit geschrieben. Das Gros der 16fach-Brenner brennt Single-Layer-DVDs in rund sechseinhalb Minuten, einzig der Samsung TS-H552B unterschreitet knapp die Sechs-Minuten-Marke. Bei den 7,92 GByte fassenden Double-Layer-DVDs (DVD+R9) legt Toshibas SD-R5372 mit 22 Minuten Schreibzeit und 4,6fachem Brenntempo die besten Messwerte vor. Laufwerke wie der NEC ND-3520A, die auf 4fach-Tempo ausgelegt sind, kommen auf rund 27 Minuten. Deutlich länger dauert es, wenn das Laufwerk die Double-Layer-Medien 2,4fach schreibt: Beispielsweise benötigt der Philips DVDR1640P fast eine Dreiviertelstunde für eine DVD+R9.