Oscar-Verleihung: 100 ungeschütze Promi-Handys

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Auf der diesjährigen Oscar-Verleihung unterzog die Sicherheitsfirma Flexilis dem roten Teppich einen Paris-Hilton-Test.

Nachdem in der letzten Woche bekannt wurde, dass das Smartphone von Hotelerbin Paris Hilton Ziel einer erfolgreichen Hackerattacke geworden ist (wir berichteten), veranstaltete die US-Firma Flexilis in der Oscar-Nacht die Probe aufs Exempel. Man wollte herausfinden ob die Sicherheitsprobleme beim Hilton-Handy ein Einzelfall waren oder ob noch mehr ungeschützte Promi-Telefone auf findige Spione warten. Das Ergebnis belief sich auf eine Zahl zwischen 50 und 100 Mobiltelefone, deren Inhalte ebenso wie bei Paris Hilton hätten ausspioniert werden können – genauere Angaben können wegen möglichen Doppelscans nicht gemacht werden.

Drei Mitarbeiter von Flexilis mischten sich unter die Fans seitlich des roten Teppichs. Firmengründer John Hering hatte ein Notebook samt Hochleistungsantenne in seinem Rucksack, womit der Scan ausgeführt wurde. Mit der Aktion wollte das auf Bluetooth-Technologie spezialisierte Unternehmen ein Bewusstsein für die große Bedrohung der Privatsphäre durch fehlende Sicherheitsmaßnahmen bei Mobiltelefonen schaffen. Gerade Berühmtheiten wie Schauspieler, Sportler und Politiker sind eine gefundene Zielscheibe für Hacker, da sie zum einen meist mit neuartigen Technologien ausgestattet sind und zum anderen interessanten Content auf den Geräten ablegen, so Hering. (ah)

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