Instant Cluster schaltet Einzelrechner parallel

Netzwerke

Die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) präsentiert auf der CeBIT 2005 eine Lösung für die Parallelschaltung lokal vernetzter Rechner, die der optimalen Ausnutzung ihrer Rechenkapazitäten dient.

Der von der GWDG entwickelte Instant Cluster verschmilzt mittels einer Installations- und Software-CD lokal verbundene Computer zu einer Recheneinheit. So sei es möglich komplexe Rechenoperationen auf die beteiligten Computer aufzuteilen und somit deutlich schneller zu verarbeiten, so ein Sprecher der GWDG. Darüber hinaus soll der Instant Cluster die Rechner auf eine Integration in ein so genanntes Grid, einen Zusammenschluss verteilter Rechnerressourcen, vorbereiten. Der Rechnerverbund sei zudem innerhalb von maximal 30 Minuten einsatzbereit.

Bei der Entwicklung der Lösung hat das GWDG zum Großteil auf die linux-basierte Open-Source-Software Knoppix gesetzt. Die Parallelschaltung läuft über das Message Passing Interface und die Anbindung an Grids wird über das Globus Toolkit realisiert.

Als größten Vorteil der neuartigen Lösung sehen die Entwickler zum einen die kostengünstige Ressourcenausnutzung auch für kleine Unternehmen, zum anderen aber auch die durch Knoppix gegebene einfache Bedienbarkeit und Konfiguration. So werden beispielsweise durch einen Neustart die ursprünglichen Rechnereinstellungen wiederhergestellt. (ah)

GWDG auf der CeBIT: Halle 9, Stand B22

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