AskIgor findet die kleinsten Programmfehler

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Auf der diesjährigen CeBIT stellen Vertreter der Universität des Saarlandes ein Programm vor, das es ermöglicht, kleinste Fehler in umfangreicher Software zu finden, und so den Grund für Abstürze oder Fehlfunktionen automatisiert zu ermitteln.

Der Absturz großer Computerprogramme ist oftmals kleinen Fehlern in einzelnen Programmzeilen zuzuschreiben. Bei der Analyse solcher Ausfälle gilt es diese fehlerhaften Codeschnipsel aufzuspüren und zu korrigieren. Manuell ein Sisyphus-Unterfangen die neue Software des Entwicklerteams um Professor Zeller von der Universität des Saarlandes soll in der Lage sein, diesen Analyse-Prozess zu automatisieren und somit einzelne fehlerhafte Programmzeilen exakt zu bestimmen.

Grundprinzip der Software ?AskIgor? ist ein Soll-Ist-Vergleich. Einfach ausgedrückt vergleicht das Programm einen fehlerbehafteten Durchlauf mit einer korrekten Ausführung des Codes. Den Entwicklern zufolge sei es so möglich, bei einem 300.000-Zeilen-Programm den Bereich, der durch IT-Experten unter die Lupe genommen werden muss, auf zwei Zeilen zu begrenzen. Somit wird der Zeitaufwand erheblich reduziert. Derzeit arbeitet das System allerdings nur für Linux-Programme.

?AskIgor? kann momentan kostenfrei aufwww.askigor.org getestet werden. Dazu kann man nicht korrekt ablaufende Programme einreichen und erhält nach kurzer Zeit eine Diagnose des Fehlers. Auf der CeBIT 2005 wird das Programm am saarländischen Forschungsstand vorgeführt. (ah)

AskIgor auf der CeBIT: Halle 9, Stand C16

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