Antipiraterie-Standard aus Kostengründen abgelehnt

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Ein von der Open Mobile Alliance vorgeschlagener DRM-Standard wird von der Mobilfunk-Industrie zurückgewiesen: Lizenzkosten von einem USD pro Gerät sind zu hoch.

Nur einem US-Dollar pro Multimedia-Handy sollte der von der Open Mobile Alliance vorgeschlagene Kopierschutzstandard für Mobiltelefone pro Gerät kosten.

Das erscheint aber der Industrie zu hoch: Mobilfunk-Provider und Betreiber von Musikportalen rechnen vor, dass bei 684 im vergangenen Jahr verkaufter Mobiltelefone eben 684 Millionen US-Dollar an Lizenzgebühren fällig gewesen wären. Und das überschreite den Gesamtumsatz mit Downloadmusik bereits. Daher ist die Industrie sicher: der Schutz von Musik und Video gegen nicht autorisiertes Kopieren ist einfach keinen ganzen Dollar pro Gerät wert.

Bis zur Einführung eines interoperablen Mobil-DRM-Standards dürfte daher noch einige Zeit vergehen. Bis dahin gehört der Wachstumsmarkt proprietären Lösungen wie Apple iTunes. (fe)

Autor: fritz
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