Kopierstation: Rimage 2000i
CDs und DVDs in Serienproduktion

Data & StorageKomponentenStorageWorkspace

Die Kopierstation Rimage 2000i ist für Kleinserienproduktionen von CDs und DVDs gedacht. Ob das Ergebnis professionellen Ansprüchen gerecht wird, verrät der Testbericht.

Testbericht

Kopierstation: Rimage 2000i

Die Kopierstation von Rimage ist für Kleinserienproduktionen von CDs und DVDs gedacht. Das Komplettsystem besteht aus zwei Pioneer-DVR-107-DVD-Brennern, einem Tintenstrahldruckwerk von HP und einer Robotik, die das Be- und Entladen der Laufwerke und des Druckers übernimmt. Die Kopiereinheit wird per Firewire-Kabel an einen PC angeschlossen, auf dem die Rimage-Steuer-Software läuft.

Das Software-Paket besteht aus mehreren Modulen: Über das Programm System Manager lassen sich die grundlegenden Systemparameter festlegen. Dazu gehört auch die Rechteverwaltung, die es ermöglicht, Druck- und Kopieraufträge über das Netzwerk zu starten. Mit dem Modul Production Server werden die weiteren Einstellungen zum Brennen und Bedrucken vorgenommen. Die Installation der Hardware und des Software-Bundles ist auch für PC-Laien ohne Probleme durchzuführen. Um die System-Manager-Software einzurichten, sind jedoch weiterführende PC-Kenntnisse erforderlich.

Im Arbeitsalltag benötigt der Anwender allerdings nur das Programm Quick Disk, mit dem Kopier- und Druckprojekte für Daten- und Audio-CDs sowie DVDs angelegt und gestartet werden. Nutz- und Bilddateien stellt er dabei via Drag and Drop zusammen vergleichbar mit gängigen Kopierprogrammen. Allerdings sollte man sich für den Fall von Fehlfunktionen auch mit den anderen Software-Modulen auskennen, da sie gegebenenfalls neu gestartet werden müssen oder hilfreiche Fehlerprotokolle enthalten. Labels und Cover lassen sich mit dem Programm CD Designer erstellen, das aber ein wenig umständlich zu bedienen ist.

Die maximale Kapazität der Vorrats- und Auffangbehälter beträgt jeweils 100 Medien und bestimmt somit die Größe eines automatisierten Brennprojekts. Eine CD brennt die Rimage in rund 4:30 Minuten. Das Bedrucken dauert rund 2:16 Minuten. Dabei arbeiten beide Brenner gleichzeitig. Um einen Datenverlust während des Brennens zu vermeiden, empfiehlt Rimage, einen leistungsfähigen PC mit zwei schnellen Festplatten einzusetzen. Auf der einen Festplatte werden die Projektdateien verwaltet, die zweite wird als Cache verwendet im Test funktioniert das problemlos. Wird ein Medium fehlerhaft bespielt, erhält es die Aufschrift Reject und kann leicht aussortiert werden.

Die Medien sollten über Rimage bezogen werden, da der Greifer für das Be- und Entladen eine definierte Rohlingsdicke voraussetzt. Die Firma arbeitet mit Rohlingsherstellern zusammen, welche die Kompatibilität der Medien gewährleisten. Im Test zeigt sich, dass Rohlinge mit einer anderen Dicke das System aus dem Tritt bringen und der Greifer die Medien nicht fassen oder loslassen kann. Die passenden Medien bedruckt die Rimage in hoher Qualität.

Die Rimage 2000i leistet nach einer vertretbaren Einarbeitungzeit gute Dienste für CD- und DVD-Kleinserien. Das Ergebnis erfüllt professionelle Ansprüche und steht gekauften CDs oder DVDs kaum nach.


Testergebnis

Kopierstation: Rimage 2000i

Hersteller: Rimage
Produktname: 2000i

Internet: Rimage Homepage
Preis: 4630 Euro (Stand 03/05. Aktuelle Preise im Preisvergleich)

Technische Daten
Drucktechnik: HP Thermo Inkjet Druck
Auflösung/Kapazität: 4800 dpi/100 CDs oder DVDs
Schnittstelle: Firewire
Betriebssysteme: Windows 2000, XP, Mac OS 10.2

Messwerte
Schreiben CD-R: 4:30 Minuten
Schreiben DVD-R: 8:20 Minuten
Label Drucken: 2:16 Minuten

Pro & Contra
+ Fehler- und Statusmeldungen auf Deutsch
– spezielle Rohlinge notwendig

Gesamtwertung: gut
Druckbild (40%): gut
Ergonomie (30%): befriedigend
Austattung (25%): gut
Service (5%): gut