Computer stehen 8,5 Jahre in deutschen Haushalten

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Jeder Einwohner produziert pro Jahr 1,5 Kilogramm Elektroschrott, wobei Rechner bei Privatnutzern eine weit längere Lebensdauer haben als in Unternehmen.

Das Durchschnittsalter von Computern in deutschen Haushalten beträgt achteinhalb Jahre. Die Geräte werden also deutlich länger genutzt als in den Unternehmen. Das geht aus den Angaben eines Pilotprojekts für die kostenlose Rücknahme alter Elektronikgeräte hervor, dass von Juli bis Ende 2004 von der Stadt Reutlingen und dem Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) durchgeführt wurde. Die Kooperationspartner wollten Erfahrungen sammeln, um sich auf das voraussichtlich ab Anfang 2006 geltende Gesetz zur Rücknahme elektrischer und elektronischer Altgeräte (ElektroG) vorzubereiten.

“Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehört die vorbehaltlose Akzeptanz des Projekts durch die Bürger. Sie haben buchstäblich vom ersten Tag des Projekts an vorbildlich mitgearbeitet”, sagte Bürgermeister Thomas Reumann. Demzufolge konnte die Stadt in jedem Monat des Projektzeitraums mehr als doppelt soviel elektrische und elektronische Altgeräte entgegennehmen als in den entsprechenden Vorjahresmonaten. Die Steigerung ging dabei im Wesentlichen auf die verstärkte Abgabe von ausgedienten Computern, Druckern und vor allem auch Monitoren zurück.

Aufgrund der Gesamtmenge der zurückgegebenen Altgeräte, also einschließlich des Aufkommens beispielsweise an Haushaltsgeräten, Unterhaltungselektronik und anderen Kategorien kann man die Menge pro Einwohner und Jahr für die Stadt Reutlingen hochrechnen: rund 1,5 Kilogramm. Die Europäische Union erwartet ab 2006 jährlich eine Rückgabequote von vier Kilogramm pro Einwohner. Ulrich Hakenjos, bei HP europaweit für die Organisation der Rücknahme verantwortlich, zeigt sich ebenfalls zufrieden mit den neu gewonnenen Erkenntnissen. “Durch eine genaue Statistik über alle zurückgegebenen Altgeräte wissen wir nun, wie lange die Geräte im Markt waren und können daher Schlüsse für die Mengen und Arten der Geräte ziehen”, sagte Hakenjos.

Das Gesetz sieht vor, dass die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger Sammelplätze für die Altgeräte einrichten. Die Hersteller sind dazu verpflichtet, die Geräte bei den Kommunen abzuholen und für die weitere Entsorgung oder Wiederverwertung zu sorgen. Die Organisation der Geräterücknahme durch die Hersteller übernimmt eine von der Wirtschaft dafür ins Leben gerufene Stiftung, das Elektro-Altgeräte-Register (EAR). Mit einem Aufwand von inzwischen 5,5 Millionen Euro haben die an der Stiftung beteiligten Unternehmen inzwischen logistische und informationstechnische Vorbereitungen für die Rücknahme der Altgeräte und die Verteilung an die Hersteller getroffen. (dd)

(de.internet.com – testticker.de)

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