Informationskriminalität weit höher als bisher bekannt

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Experten warnen: Datendiebstahl muss öffentlich gemacht werden, betroffene Firmen dürfen nicht weiter schweigen.

Im Zug des letzten grossen Informationsdiebstahls, der bereits zu finanziellen Schäden bei Dritten geführt hat (wir berichteten) warnen IT-Security-Experten vor kontraproduktiver Heimlichkeit.

Eine FBI-Untersuchung vom vergangenen Jahr zeigt, dass nur 20 Prozent aller US-Unternehmen einen Einbruch in deren Computernetzwerke der Polizei meldeten, die Hälfte verschweigt solche Vorfälle völlig. Nur ein US-Bundesstaat, Kalifornien, verpflichtet Firmen per Gesetz dazu, betroffenen Dritte von der Gefährdung ihrer Daten zu benachrichtigen.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Firma ChoicePoint, aktuell in den Schlagzeilen durch 35.000 gestohlene Identitäten kalifornischer Bürger, nun 110.000 weitere Personen ausserhalb des Bundesstaates von der potentiellen Bedrohung durch den Missbrauch ihrer persönlichen Daten durch Computerkriminelle benachrichtigt.

Experten fordern nun gesetzlichen Stärkung der Konsumentenrechte, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken. (fe)

Autor: fritz
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