Schily fordert Browser-Hersteller zu Zusammenarbeit mit dem BSI auf

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Bundesinnenminister Otto Schily will einen besseren Schutz vor Online-Betrug durchsetzen. Fordern können Politiker dabei viel, und die sogar durchaus informiert. Ob Schily mit seinen Forderungen durchkommt, ist jedoch fraglich.

Innenminister Schily forderte Software-Hersteller und Website-Betreiber dazu auf, ihre Nutzer besser vor Kriminellen zu schützen. Auch Banken und andere Anbieter sicherheitskritischer Online-Dienste sollen enger mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammenzuarbeiten, fordert er. Gegenüber der Nachrichtenredaktion des Magazins Focus forderte er gar die Browser-Hersteller auf, ihre Software manipulationssicherer zu gestalten; konkrete Empfehlungen des BSI lägen doch bereits vor. Online-Shops und Banken sollten dann ihre Webseiten so programmieren, dass die Sicherheitsmechanismen der Browser greifen können.

Ob amerikanische Unternehmen oder internationale OpenSource-Gruppen Schily ernst nehmen, wird in der Branche generell bezweifelt – zumal erst Ende vergangener Woche der Server die BMI-Mailingliste zur “inneren Sicherheit” für jeden offen stand, der etwas an die Empfängergruppe senden wollte. (mk)

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