Microsoft Operations Manager 2005 Workgroup Edition
Windows-Server im Griff

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Microsoft Operations Manager 2005 ermöglicht die Überwachung von Windows-Server-Systemen. Das Produkt ist sehr bedienerfreundlich. Ob die Performance überzeugt, zeigt der Testbericht.

Testbericht

Microsoft Operations Manager 2005 Workgroup Edition

Der funktional erweiterte und optisch überarbeitete Nachfolger von Microsoft Operations Manager 2000 (MOM) ermöglicht die Überwachung von Windows-Server-Systemen. Darüber hinaus erlaubt er durch Fernzugriff Änderungen an der Konfiguration der überwachten Systeme und liefert Berichte über Auslastung und Nutzungsverhalten.

Ausgelegt ist MOM in der getesteten Workgroup Edition für maximal zehn Server. In der Enterprise Edition kann er durch Kaskadierung bis zu 35 000 Stück überwachen. Jeder Server verwaltet bis zu 2000 Agenten, welche die gewünschten Daten erfassen. Sie sammeln die Messdaten zunächst lokal und übermitteln sie in frei definierbaren Intervallen (Heartbeats) an den zentralen MOM-Server. Das funktioniert im Test einwandfrei und zuverlässig. Produktspezifische Management-Packs bestimmen, was zu sammeln ist, etwa Prozessorlast, Speicherauslastung oder die aktuelle Ausnutzung des Festplattenspeichers. Microsoft selbst liefert die Management-Packs nur für die Windows-Server-Systeme. Kostenpflichtige Pakete von Drittanbietern wie in Kürze von Vintela unterstützen auch Linux- und Mac-Rechner.

Einfache Installation

Die Installation von MOM 2005 ist einfach sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind. MOM prüft zu Beginn das System und führt die zentralen Anforderungen in einem Bericht auf. Die wichtigste Voraussetzung ist dabei eine korrekte Integration des Basis-Servers in eine Windows-Domäne. Auch eine falsche DNS-Konfiguration kann die Verteilung der Agenten verhindern.

Zur Ablage der gesammelten Messdaten wird eine Instanz von SQL Server 2000 mit Service-Pack 3a benötigt (nicht mitgeliefert). Im Test funktioniert das ohne Performance-Probleme mit einer Instanz von SQL Server auf einem benachbarten, über eine 100-MBit-Leitung angeschlossenen Server.

Im Anschluss an die MOM-Software sind die Agenten für die zu überwachenden Geräte auf die Zielsysteme zu verteilen. Das hat Microsoft sehr einfach gelöst. Im Test genügt das Eintippen der Namen oder die Auswahl aus einer Explorer-ähnlichen Liste.


Komfortable Bedienung

Microsoft Operations Manager 2005 Workgroup Edition

Praktisch: Assistenten helfen bei allen zentralen Aufgaben wie etwa bei der Verteilung der Agenten, der Analyse der Systeme oder dem Reporting. Die von Microsoft angestrebte Vereinheitlichung der Benutzeroberfläche der Management-Tools erstreckt sich auch auf MOM 2005. Schön gelöst ist die Darstellung der IT-Infrastruktur samt Netzwerk-Topologie, Ereignissen oder Hinweisen. In Verbindung mit Symbolen und Ampelfarben ermöglicht die Steuerkonsole einen schnellen Überblick über den Zustand der überwachten Server.

Im Fehlerfall bieten Hinweise praktische Hilfe mit Links und Beschreibungen, um den Fehler zu beheben. Änderungen an der Konfiguration der überwachten Server lassen sich direkt von MOM aus vornehmen. Die im Test installierten Management-Packs für Active Directory und SQL Server arbeiteten korrekt. Sie zeigen im Report die Replikationsvorgänge im Active Directory sowie die DNS-Konfiguration an.

Vor allem wegen der Management-Packs ist Microsoft Operations Manager 2005 Workgroup Edition ein gut gelungenes Hilfsmittel für die Überwachung des Windows-Server-Netzwerks. Mit 500 Euro ist das Produkt zudem sehr preisgünstig. Im Sommer erscheint die Erweiterung System Center 2005, in die zusätzlich SMS 2003 integriert ist.


Testergebnis

Microsoft Operations Manager 2005 Workgroup Edition

Hersteller: Microsoft
Produktname: MOM 2005 Workgroup Edition

Internet:
Microsoft Homepage

Preis: 500 Euro (Workgroup Edition) (Aktuelle Software im
testticker.de-Softwareshop
)

Das ist neu
– sehr übersichtliche Verwaltungszentrale
– aussagekräftige Reports

Systemanforderungen
Betriebssystem: Windows Server 2003, SQL Server 2000 mit SP 3 oder später
Software: Internet Explorer 6.0, Microsoft Data Access Components (MDAC) Version 2.80.1022.0.Net Framework 1.1, Microsoft IIS 6.0
Speicher: 100 MByte Minimum, 512 MByte empfohlen
Festplatte: Partition mit NTFS formatiert

Pro & Contra
+ sehr bedienerfreundlich
+ vielseitige Kontroll- und Auswertmöglichkeiten
– hohe Systemanforderungen

Gesamtwertung: gut
Leistung (50%): gut
Ausstattung (20%): gut
Bedienung (20%): sehr gut
Service (10%): gut