Vergleichstest: Bildbearbeitungsprogramme
Perfekte Effekte

WorkspaceZubehör

Der Test von sieben Bildbearbeitungspro-grammen bis 100 Euro zeigt: Auch preiswerte Programme entwickeln sich zu leistungsfähigen Werkzeugen mit professionellen Möglichkeiten.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: Bildbearbeitungsprogramme

Adobe Photoshop Elements 3.0
Ulead Photo Impact 10
Corel Paint Shop Pro 9
Microsoft Foto Designer 10 Pro Plus

Computerinsel
Photoline 32 V 11
Roxio Photosuite 7 Platinum

Data Becker
Foto Center 3.0


Günstige Tools für optimale Bilder

Vergleichstest: Bildbearbeitungsprogramme

Preiswerte Bildbearbeitungsprogramme, die nicht mehr als 100 Euro kosten, mausern sich immer mehr zu leistungsfähigen Werkzeugen und konkurrieren so mit professionellen Tools. Besonders Besitzer einer Digicam holen durch die Nachbearbeitung der Bilder am PC das Optimum aus den Schnappschüssen heraus. Angefangen beim Bildimport, über Batchfunktionen zum Umbenennen und Umwandeln der Digi-Aufnahmen, übers Retuschieren der Bilder bis hin zur Präsentation auf Papier, CD und im Web alle sieben Testkandidaten decken den kompletten Kreislauf der digitalen Bildproduktion ab.

Zur Grundausstattung aller Tools gehören neben automatischen Korrekturfunktionen auch Effekt- und Spezialfilter, transparente Ebenen sowie Malwerkzeuge und Bild-Browser. Am besten schneidet Photoshop Elements 3.0 ab, die Einsteigervariante von Photoshop CS. Als einziges Produkt erhält die Adobe-Software die Bedienungsnote »sehr gut«. So bietet nur Elements eine permanente Vorher-Nachher-Ansicht eine entscheidende Hilfe, wenn es darum geht, die Auswirkungen einer Bildmanipulation einzuschätzen. Gute Arbeit leistet auch die automatische Korrektur der Bilder. Aber auch Photo Impact und Paint Shop Pro kommen mit ausgefeilten manuellen Korrekturen und professionellen Montagefunktionen nahe an das Referenz-Tool Photoshop CS heran.

Die Testkandidaten unterscheiden sich grundlegend durch ihre Arbeitsweise: Dem aufgabenorientierten Arbeiten haben sich Photoshop Elements 3.0, Foto Designer 10 Pro und Photosuite 7 Platinum verschrieben. Erst erkundigt sich ein Projektassistent, was der Anwender genau machen möchte. Anschließend gibt ihm das Programm die benötigten Werkzeuge an die Hand oder die Software stellt dem Nutzer einen Schritt-für-Schritt-Assistenten zur Seite. Das ist benutzerfreundlich und kommt Einsteigern entgegen.

Die Bearbeitungsmöglichkeiten sind jedoch besonders bei Photosuite 7 Platinum etwa gegenüber Photo Impact eingeschränkt. So verzichten diese drei Programme beispielsweise auf die Möglichkeit, mit Makros oder Scripts zu arbeiten. Es ist auch nicht möglich, spezielle Webgrafiken mit Rollover-Effekten zu designen und Texte an beliebigen Pfaden auszurichten.


Adobe Photoshop Elements 3.0

Vergleichstest: Bildbearbeitungsprogramme

Die Bildbearbeitung von Adobe überzeugt nicht nur durch eine gute Performance und exzellente Retuschefunktionen. Das bedienerfreundlichste Programm im Test ist Einsteigern und erfahrenen Anwendern gleichermaßen zu empfehlen. Vorbildlich ist etwa die Funktion zum Bildimport von der Speicherkarte.

Die besten Bildbearbeitungsprogramme
Photoshop Elements 3.0 Adobe: 88,1
Photo Impact 10 Ulead: 86,7
Paint Shop Pro 9 Corel: 83,2
Foto Designer 10 Pro Plus Microsoft: 78,8
Photoline 32 V 11 Computerinsel: 78,7
(maximal 100 Punkte)


Typische Fotofehler ausbessern

Vergleichstest: Bildbearbeitungsprogramme

Sieben Bildbearbeitungsprogramme müssen im PC-Professionell-Vergleichstest ihre Praxistauglichkeit und ihre Leistungsfähigkeit beweisen. Das Testfeld setzt sich aus aktuellen Stand-alone-Produkten zusammen, die maximal 100 Euro kosten und mit Ebenen umgehen können. Nicht im Test finden sich gebundelte Produkte, wie ACD See 7 Power Pack (
www.acdsystems.com
), bei denen die Bildverwaltung als Kernapplikation im Vordergrund steht und die Bildbearbeitung (in diesem Beispiel Photo Editor 3) ein Extra darstellt. Dies gilt auch für Corel Draw Essentials.

Besonders wichtig ist die Qualität von automatischer und manueller Fotokorrektur. Um den Nutzen dieser Routinen in der Praxis zu ermitteln, haben die Tester sechs Fotos mit typischen Fehlern ausgewählt: Dazu zählen etwa Farbstich, schwacher Kontrast und mangelhafte Sättigung. Die Testfotos finden sich auf der Heft-CD. Zusätzlich überprüfen die Tester, wie einfach das Freistellen simpler und komplexer Bildobjekte funktioniert. Diese Ergebnisse fließen ebenso in die Leistungsnote ein, wie die Kriterien Retusche, Montage, Verwaltung, Präsentation, Web- und Online-Features sowie Digitalkamera-Unterstützung.

Die Qualität der zum Lieferumfang gehörenden Bildverwaltungen steht im Labor ebenfalls auf dem Prüfstand. Besonderes Augenmerk liegt im Test auf den Batch-Funktionen, mit denen sich etwa mehrere Bilder in einem Rutsch umwandeln, umbenennen und skalieren lassen.

Der Spaß an der Bildbearbeitung geht schnell verloren, wenn sich ein Programm als Geschwindigkeitsbremse erweist. Zur Ermittlung der Performance müssen alle Produkte daher einen Testparcours mit vier Disziplinen durchlaufen: Import von 350 JPG-Bildern (720 MByte) von der Speicherkarte, Anwenden eines Spezialfilters auf eine 25 MByte große TIFF-Datei, Stapelumwandlung von 100 TIFF-Dateien in das JPG-Format und Anzeigen der Vorschaubilder eines mit 100 JPG-Dateien gefüllten Ordners. Diese Ergebnisse finden sich in der Leistungsnote wieder.

Als Testsystem dient ein P4 2,4/GHz mit 2 GByte RAM. Die 1 GByte-Speicherkarte ist per Hama-Kartenleser über eine USB-2.0-Verbindung mit dem Test-PC verbunden.


Testergebnisse im Überblick

Vergleichstest: Bildbearbeitungsprogramme