Gericom gibt Notebook-Produktion auf

MobileNotebook

Notebooks unter der Marke Gericom will man weiter vertreiben; allerdings werden diese nicht mehr selbst gefertigt, sondern von einem chinesischen Partner.

Der österreichische Notebook-Hersteller
Gericom
will das Unternehmen massiv umbauen. Die eigene Endfertigung von Notebooks werde ganz aufgegeben, die Produktion in Linz geschlossen, berichten die
Oberösterreichischen Nachrichten
heute. Zusammen mit einem noch ungenannten chinesischen Partnerunternehmen werde man versuchen zu überleben. Wie Finanzvorstand Patrick Prügger bekannt gab, soll der Standort Linz zum Ende des ersten Quartals dicht machen, wovon 35 Beschäftigte betroffen seien. Das sei aber nur ein erster Schritt, weitere Einschnitte bei den Mitarbeitern folgen in diesem Jahr. Insgesamt hat das Unternehmen rund 200 Mitarbeiter.

Noch im Februar schließe man ein Bündnis mit dem chinesischen Partner, der sich mittelfristig auch am Aktienkapital beteiligen soll. Wie die Zeitung weiter berichtet, verwandelt sich das einstige Vorzeige-Unternehmen damit zum Vertriebsarm der Chinesen, der nur mehr für Verkauf, Controlling und Ersatzteilbeschaffung verantwortlich ist. Notebooks der Marke Gericom werde es jedoch weiter geben. “Für den Kunden ändert sich nichts”, so Prügger.

“Wir würden in der Form wie jetzt keine zwei bis drei Jahre mehr überleben. Wir wären mit Sicherheit untergegangen”, so Prügger gegenüber dem Blatt. Gegenwärtig erzielt man im stark umkämpften Notebook-Bereich noch 62 Prozent des Umsatzes. Künftig soll das Geschäft mit Flachbildschirmen, Fernsehern und Zubehör stark ausgeweitet werden.

Nach dem Geschäftsjahr 2003 mit einem Nettoverlust von 17,2 Millionen Euro wird Gericom am 31. März, anders als angekündigt, auch für 2004 ein “leicht negatives” Ergebnis vorlegen. (dd)

( de.internet.com – testticker.de)

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