EU-Kommissar: “DVD-Piraterie lukrativer als Drogenhandel”

PolitikRechtSicherheit

Erst gestern wurde eine Studie veröffentlicht, die sich mit illegalen Einfuhren in die EU im Jahre 2003 beschäftigt. Software und Filme stehen noch jetzt ganz oben auf der Liste der Lieblingsfälschungen.

Langsam mahlen die Mühlen der Bürokratie, doch erst seit gestern ist die zwei Jahre alte
Studie über die nahezu 100 Millionen beschlagnahmten Fälschungen
in der EU öffentlich. DVDs und Software scheinen bei den Kriminellen besonders beliebt zu sein.

Die aktuellen Statistik spricht von rund 100 Millionen gefälschter oder raubkopierter Artikel, die im Jahr 2003 in der EU beschlagnahmt wurden (2002 waren es “nur” 85 Millionen)

EU-Kommissar Laszlo Kovacs weiß, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist. Die Dunkelziffer aller illegal nachgemachten Produkte in der Union liegt bei 400 Millionen, berichtet er gegenüber dem
österreichischen Rundfunk
. Besonders beliebt seien DVDs und Software, doch auch Mobiltelefone und Druckerpatronen werden häufig gefälscht. Der EU-Kommissar lamentierte, das Geschäft mit DVD-Raubkopien bringe schon “mehr Gewinne ein als der Drogenhandel”.

Doch nicht nur Software wird gefälscht: Sogar eine komplette BP-Tankstelle wurde nachgeahmt, um billigen Fusel aus dem Osten als teuren Sprit zu verkaufen – ohne die Steuern abzuführen, versteht sich. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen