Applikationsserver Cold Fusion “Blackstone”
Next Generation

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Der Applikationsserver Cold Fusion ist einer der ältesten und erfolgreichsten seiner Art. Mit Blackstone legt Macromedia nach. Internet Professionell wirft einen ersten Blick auf die neuen Funktionen.

Unterstützung von Flash Forms

Applikationsserver Cold Fusion “Blackstone”

Blackstone ist der interne Codename der neuen Version des bekannten Web-Applikationsservers Cold Fusion von Macromedia. Eine der offensichtlichsten und außenwirksamsten Neuerungen ist die Unterstützung von so genannten Flash Forms. Macromedia propagiert schon seit einiger Zeit die Entwicklung so genannter Rich-Internet-Anwendungen mit einem Flash-Frontend, um die Bedienbarkeit von Web-Anwendungen zu erhöhen. Bisher mussten Applikationsentwickler dazu selbst für einfache formularbasierte Anwendungen auf das Flash-Autoren-Tool zurückgreifen, was für viele Entwickler auf Grund der ungewohnten Arbeitsweise ein Hindernis darstellte.

Cold Fusion Blackstone bietet ein völlig neu gestaltetes CFFORM-Tag, das es nun ermöglicht, mit Hilfe eines Attributs type=”flash” die Erzeugung eines Flash-Formulars anzustoßen. Cold Fusion generiert dann statt eines HTML-Formulars mit Validierung via Javascript eine SWF-Datei, die in den erzeugten HTML-Code eingebettet wird. Ein Flash Form kann komplexere User-Interfaces mit Navigations-Controls wie Tabs, aufklappbaren Bäumen und Ähnlichem widerspiegeln. Technisch werden die Flash Forms in Blackstone durch eine in Cold Fusion integrierte Flex-Engine erzeugt.


Professioneller Druck

Applikationsserver Cold Fusion “Blackstone”

Macromedia geht mit Blackstone ein weiteres Problem bei der Erstellung von Web-Applikationen an: das Drucken. Da die Druckfunktionalitäten eines Webclients (also in der Regel eines Browsers) in den meisten Fällen nicht den Ansprüchen der Anwender genügen und Flexibilität vermissen lassen, läuft jeder ernsthafte Versuch, das Drucken in Web-Applikationen zu verbessern, auf eine serverseitige Lösung hinaus.

Macromedia stellt dazu das neue Tag CFDOCUMENT zur Verfügung, mit dem der Entwickler in die Lage versetzt wird, Inhalte und Daten in angemessen layouteter Form in eine Datei auf dem Server schreiben zu lassen oder bei Vorhandensein des entsprechenden Plug-ins auf dem Client auch direkt öffnen zu lassen. Unterstützt werden sollen die Formate PDF und Flash Paper.


Integrierte Reporting-Engine

Applikationsserver Cold Fusion “Blackstone”

Die neue Cold-Fusion-Version soll weiterhin mit einer integrierten Reporting-Engine auf den Markt kommen und somit für Projekte von kleiner bis mittlerer Größe als Ersatz für Werkzeuge wie Crystal Reports dienen können. Dazu liefert Macromedia ein externes Tools namens Report Builder, mit dessen Hilfe sich pixelgenau Layout-Vorlagen für die integrierte Report-Engine erzeugen lassen.


Deployment und Event-Gateways

Applikationsserver Cold Fusion “Blackstone”

Macromedia vereinfacht mit Blackstone das Deployment von Web-Applikationen. Applikationen werden ohne den CF-Quellcode als Java-Bytecode verteilt und auf anderen Cold-Fusion-Systemen eingespielt. Weiterhin sollen sich Applikationen mitsamt dem Applikationsserver in eine J2EE-konforme WAR-Datei exportieren und somit auf beliebigen J2EE-Servern installieren lassen.

Für viel Aufsehen hat das neue Event-Gateway-Konzept gesorgt, mit dem Macromedia es ermöglicht, in Applikationen unabhängig von eigentlichen Webseiten asynchron auf von außen eingehende Ereignisse zu reagieren. Somit sind mit CF nun auch Sockets realisierbar, da Blackstone an TCP/IP-Ports lauschen kann, was die Anwendungsmöglichkeiten des Applikationsservers um ein Vielfaches erweitert.


Fazit

Applikationsserver Cold Fusion “Blackstone”

Die angekündigten Neuerungen machen Cold Fusion Blackstone zu einem hochinteressanten Produkt. Ein Release-Termin ist noch nicht endgültig verfügbar, auf einschlägigen Websites wird über Zeiträume von Ende Januar bis Ende März spekuliert.