Vergleichstest: NAS-Server
Speichern ohne Grenzen

Netzwerke

NAS-Server stellen große Speicherkapazitäten im Netzwerk bereit. Zudem sind sie preiswert und einfach in der Verwaltung. Im Test treten fünf NAS-Server gegeneinander an.

Diese Produkte haben wir verglichen

Vergleichstest: NAS-Server

Starline Fit NAS 820GR
N-Tec Rapid NAS SR316ML
Adaptec Snap Server 4500
Fujitsu Siemens Fibre Cat N20i

Dell
Powervault 745N


Vorteile eines NAS-Systems

Vergleichstest: NAS-Server

Um gigantische 310 Petabyte nimmt die weltweit installierte Festplattenkapazität jährlich zu. Das geht aus einer IDC-Studie hervor, die auch den wachsenden Bedarf an günstigem Festplattenplatz konstatiert. Teure SCSI-Boliden haben damit ausgedient, es müssen preiswerte Alternativen her zum Beispiel eines der fünf NAS-Systeme (Network Attached Storage) dieses PC-Professionell-Vergleichstests.

NAS-Server stellen große Speicherkapazitäten im Netzwerk bereit. Drei Gründe sind ausschlaggebend dafür, dass NAS-Systeme in den letzten Monaten so an Attraktivität gewonnen haben: Mit der Hot-plug-fähigen Serial-ATA-Schnittstelle sind nun große und gleichzeitig preiswerte Festplatten erhältlich. Durch die Datenübertragung über iSCSI stellen NAS-Server ihre Kapazität nicht nur über Dateifreigaben (Shares) im Netzwerk zur Verfügung, sondern auch als virtuelle Festplatte: Angeschlossene Server behandeln sie wie eine lokal eingebaute Platte. Das erspart die Verwaltung der Freigaben.

Der größte Vorteil eines NAS-Systems gegenüber einem herkömmlichen Fileserver ist jedoch die einfache Verwaltung über einen Webbrowser. Alle Testkandidaten lassen sich per Browser administrieren. Mit wenigen Mausklicks kann der Administrator den Systemstatus abrufen, neue Datenfreigaben einrichten und die Benutzerrechte verwalten. Entscheidend ist dabei, dass ein Werkzeug für alle Arbeiten ausreicht und nicht wie bei einem normalen Windows-Server diverse Tools (MMC, Systemsteuerung, Computerverwaltung) eingesetzt werden müssen.

Vorteilhaft ist darüber hinaus die bei den meisten NAS-Systemen eingebaute Schattenkopie-Funktion zur schnellen Wiederherstellung versehentlich gelöschter Dateien (VSS). Alle Testkandidaten außer dem Fit NAS 820GR unterstützen dieses Feature.

Preisgünstig werden NAS-Server dadurch, dass keine zusätzlichen Kosten für Client-Zugriffslizenzen (CALs) anfallen, wie dies bei einem normalen Windows-Server üblich ist. Bei allen Kandidaten können für den angegebenen Preis beliebig viele Arbeitsplätze auf das NAS-System zugreifen. Fünf zusätzliche CALs kosten etwa 110 Euro.


Starline Fit NAS 820GR

Vergleichstest: NAS-Server

Mit 2,52 Euro pro Gigabyte ist das Fit NAS 820GR das beste und zugleich günstigste NAS-System im Test. Die Performance ist gut, redundante Netzteile und im Betrieb wechselbare Lüfter sorgen für zuverlässigen Betrieb.

Die besten NAS-Server
Fit NAS 820 GR Starline: 80,6
Rapid NAS SR316ML N-Tec: 76,7
Snap Server 4500 Adaptec: 73,8
(maximal 100 Punkte)


Last-Tests

Vergleichstest: NAS-Server

Alle NAS-Server des Vergleichstests sind an ein GBit-Netz angeschlossen und in eine Windows-Domäne mit einem Windows 2003 Server als Domänen-Controller integriert. Für die Client-PCs verwenden die Laborspezialisten drei PCs mit GBit-Netzwerkkarte, um höhere Lasten zu simulieren. Neben den fünf Testkandidaten wird ein konventioneller Server Dell Poweredge 1600SC mit SCSI-Raid-System und Windows 2003 Server vermessen.

Für die Lastmessungen legen die Tester auf jedem NAS-Server eine Freigabe an. Einen ersten Performance-Eindruck vermittelt der Netzwerk-Benchmark-Test Fresh Diagnose 6.80 von Fresh Devices. Hiermit wird die Lese- und Schreib-Performance mit einem Client getrennt ermittelt.

Für möglichst lastintensive Messungen kopieren die Laborexperten für jeden der drei Clients eine 1 GByte große Datei sowie dreimal eine 1,5 GByte große Verzeichnisstruktur mit insgesamt 5491 Dateien in 1076 Ordnern auf eine Freigabe des NAS-Servers. Das Aufbringen getrennter Dateibestände für jeden Client vermeidet, dass sich diese gegenseitig beim Zugriff sperren.

Mit dem in PC Professionell 7/2004 als Testsieger ermittelten schnellen Synchronisations-Tool Superflexible File Synchronizer wird anschließend die Verzeichnisstruktur durch die Clients vom NAS-Server gelesen und sofort an eine andere Stelle auf der Freigabe wieder geschrieben. Somit finden gleichzeitig Lese- und Schreibzugriffe statt. Diese geschehen jeweils mit ein, zwei und drei Clients parallel.


Testergebnisse im Überblick

Vergleichstest: NAS-Server

Hersteller Produkt Gesamturteil Leistung (35%) Ausstattung (30%) Bedienung (20%) Service (15%)
Starline Fit NAS 820GR gut gut ausreichend befriedigend befriedigend
N-Tec Rapid NAS SR316ML befriedigend befriedigend sehr gut ausreichend befriedigend
Adaptec Snap Server 4500 befriedigend befriedigend gut befriedigend befriedigend
Fujitsu Siemens Fibre Cat N20i befriedigend ausreichend gut sehr gut befriedigend
Dell Powervault 745N befriedigend ausreichend gut sehr gut sehr gut