Kongress “Sicherheit im Internet”: Stoiber kopiert Gates

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Bill Gates erklärt, was nötig ist, um Sicherheit im Internet zu gewährleisten – und warum selbst Microsoft das nicht stemmen kann. Auf der zugehörigen Veranstaltung passte Edmund Stoiber die Wortwahl an den Standort Bayern an – und sagte sonst nicht viel Neues.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber erklärt seine volle Unterstützung für die Sicherheitsinitiative von Bill Gates und macht sich damit womöglich den reichsten Mann der Welt zum Freund. Auf dem von Gates initiierten Kongress “Deutschland sicher im Netz” in München forderte Stoiber eine breit angelegte Diskussion zum Thema und oberste Priorität für die Sicherheit.

Stoiber: “Unwissenheit ist das Einfallstor für Kriminelle. Wir brauchen in Deutschland eine breite öffentliche Informations- und Sensibilisierungskampagne, wie sich jeder einzelne vor Betrug und Missbrauch im Netz besser schützen kann.” Bezahlen darf diese Kampagne natürlich der Bund – deshalb kann sich Stoiber so weit mit Forderungen aus dem Fenster lehnen. Verantwortlich für die Umsetzung ist nämlich Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, Schirmherr der Initiative.

Gates sprach vom Problem des Datendiebstahls, Stoiber tat es auch. Auch den Kampf gegen Viren, Hacker und dreiste Internet-Betrüger nannten beide als wichtigste Herausforderung. Und selbst beim Abwälzen von Kosten sind sich Gates und Stoiber einig. Unisono erkärten sie: “Alleine stemmen können wir das nicht”. Vom Staat geförderte Entwicklungen wie eGovernment oder eBusiness könnten sich ohne die erforderlichen Sicherheitsstrukturen nicht etablieren. Soll heißen: Für die eGovernment-Initiativen des Bundes sollte der die entsprechenden Sicherheitsmittel und das Wissen für den Bürger bereitstellen. (mk)

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