I’m sorry Dave, I can’t let you do that *
Sprachsysteme kommen an die Macht

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Die Gesamtausgaben für Sprachsysteme wie software-gesteuerte Telefon-Dienste sollen in den nächsten drei Jahren um das Siebenfache in die Höhe schießen, sagen die neuesten Forschungen voraus.

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Nach dem unabhängigen Marktanalysten Datamonitor wird die gesamte Technologie, die mit Sprachsystemen zu tun hat, einschließlich des so genannten ?automatischen Selbstbedienungsdienstes mit Sprechfunktion?, Einnahmen von 377 Millionen Dollar bis Ende 2008 erzielen, verglichen mit 56 Millionen Dollar zum heutigen Zeitpunkt.

“Vor nicht allzu langer Zeit wurde der E-Commerce als Strohfeuer abgetan. Viele Skeptiker sagen auch den automatischen Sprachdiensten eine düstere Zukunft voraus”, meinte Peter Ryan, ein Analytiker für Technologien bei Datamonitor und Verfasser des Berichts.

“Wenn aber die Hersteller weiterhin zuverlässige Systeme produzieren, die von den Kunden gern verwendet werden, werden die Skeptiker verstummen.”

Weite Einsatzbereiche

Die gängigsten interaktiven Sprach-Systeme werden heute bei der Kontoverwaltung, der Auftragsbearbeitung, Zahlungsabwicklung und bei Reservierungen eingesetzt.

Hinsichtlich der Kontoverwaltung wird es sich bei den Unternehmen vorzugsweise um Verfahren zur Begleichung von Rechnungen handeln, so beispielsweise für Telefongesellschaften und Versorgungsunternehmen.

Interaktiven Sprachsystemen gewinnen bei Reservierungsanfragen in der Reise- und Tourismusbranche rasch an Fahrt, denn dieser Bereich ist sehr abhängig von Kundenzentren.

Firmen im Bereich Buchungen für Hotels und Autos empfinden diese Technologie insofern hilfreich, als sie hilft, technische Anlagen und Lohnkosten einzusparen. Die Endnutzer wiederum schätzen die effiziente und direkte Bearbeitung ihrer Anfrage, stellte der Bericht von Datamonitor fest.

Man geht davon aus, dass in der Auftragsbearbeitung das größte Potential für den Massenmarkt liegt. Nutzt man die Funktionalität dieser Systeme, so können die Endnutzer via Sprachportal in die Firma gelangen und Waren und Dienstleistungen bestellen, so als ob sie mit einem Angestellten sprechen oder die Bestellung per Website aufgeben würden.

Enormes Wachtumspotential

Datamonitor stellte fest, dass die Zunahme von Lösungen, die direkte Kommunikation mit sprechenden Geräten beinhalten in Nordamerika, Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA)ganz beträchtlich ausfallen wird und man rechnet mit 75 Prozent des Weltmarkts bis 2008.

Das Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum wird ebenfalls groß sein, weil in Ländern wie Japan, China und Australien/Neuseeland dem gesprochenen Wort im Geschäftsbereich große Bedeutung zukommt.

“Nordamerika und die EMEA-Länder sind die hauptsächlichen Märkte für diese Technologie der direkten maschinellen Kommunikation. Dies liegt vor allem an dem massiven Wachstum im Bereich Mobiltelefonie in den letzten 10 Jahren, verbunden mit der wachsenden Akzeptanz des E-Commerce als einer Möglichkeit der Selbstbedienung”, sagte Ryan.

“Dennoch, die Anbieter dieser Technologien sollten ihre Finger auch an den Puls des asiatisch-pazifischen Raumes legen, wo einige der allerneuesten Anwendungsmöglichkeiten dieser Technik gerade eingeführt werden.

Bezüglich der vertikalen Märkte hat Ryan festgestellt, dass bereits einige Firmen die Sprachautomaten in ihre Kundenbeziehungen integriert haben.

“Kundenbanken, Kapitalbanken, Telefongesellschaften und Versorgungsbetriebe – all diese Bereiche haben begonnen, sich für Umsatzpotentiale zu begeistern, die sich in den interaktiven Sprachdiensten bietet”, schloss Ryan.

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Zitat
aus Stanley Kubricks ?2001?