“Gates lügt”, schimpft der deutsche Linux-Verband

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Die Sicherheitsinitiative sollte auf offene Quellcodes setzen, kritisieren die Vertreter der Linux-Dienstleister den Microsoft-lastigen Kongress vom Wochenende.

Der mit großen Keynote-Ansprachen am Wochenende gestartete Kongress “Sicherheit in Deutschland”
(wir berichteten)
geht am heutigen Montag unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Clement erst so richtig los. Der
Linux-Verband
ist allerdings der Auffassung, dass die Politiker bitteschön ihr Augenmerk auf den stärkeren Einsatz von Software setzen sollten, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als sichere Software zertifiziert worden ist – und nicht auf Microsoft alleine.

Das größte Problem für die Computersicherheit in der ganzen Welt seien vor allem Produkte der Firma Microsoft , betonte Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbandes heute in Bonn. Gerade eben wurden wieder Lücken im angeblich sicheren Service Pack 2 gemeldet.

Die von Gates am Wochenende aufgestellte Behauptung, Linux sei von Viren-Attacken stärker betroffen als Microsoft-Produkte, bezeichnete Geese als “nachweisliche Lüge”. Jeder könne sich auf den Webseiten des BSI über die Liste der unsicheren MS-Programme informieren, während Linux-Betriebssysteme von RedHat und Suse als sichere Software zertifiziert worden seien. Sogar die neuesten Wurm-Warnungen würden sich lediglich auf Windows beziehen, legte Geese noch einmal seinen Finger in die offene Wunde. Bill Gates kann trotzdem ruhig schlafen: Die Gewinne seines Unternehmens sind in diesem Geschäftsjahr trotz schlechten Images unerwartet hoch
(wir berichteten)
. (mk)

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