PCI-E-TV-Grafikkarte: ATI All-in-Wonder Radeon Xpress 600
PCI-Express-Grafik mit TV

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ATI präsentiert mit der All-in-Wonder Radeon Xpress 60 die erste PCI-Express-Grafikkarte mit TV-Tuner. Ob die Performance der Kombi-Karte überzeugt, verrät der Testbericht.

Testbericht

PCI-E-TV-Grafikkarte: ATI All-in-Wonder Radeon Xpress 600

Als erste PCI-Express-Grafikkarte mit TV-Tuner ist die ATI Radeon All-in-Wonder X600 Pro verfügbar. Vorteil der Kombi-Karte ist der geringere Platzbedarf, der sich vor allem bei kompakten Multimedia-PCs mit eingeschränkten Erweiterungsmöglichkeiten auszahlt. Der Anwender erhält eine schnelle 3D- und Fernseh-Karte in einem. Ein FM-Radio-Empfänger ist ebenfalls integriert, so dass auch Hörfunkfreunde auf ihre Kosten kommen.

Neu ist auch der Silicon-Tuner, welcher gegenüber den herkömmlich verwendeten, analogen Tunern weit weniger Fläche auf der Karte belegt. Damit bleibt genug Platz für den großen Grafikchip-Kühler die gute Bildqualität bleibt unbeeinflusst. Für die Antennenanschlüsse und Video-Schnittstellen ist auf dem Slotblech nur noch ein einziger Stecker vorgesehen. Eine Kabelpeitsche verbindet den proprietären Stecker ebenso mit den Antenneneingängen für TV und Radio wie mit den Video-Anschlüssen. Damit lassen sich auf dem Slotblech noch zusätzlich je ein VGA- und DVI-I-Ausgang für den Dual-Monitor-Betrieb unterbringen. Ein neues Design erhielten auch die Verteilerbuchsen für die Video-Ein- und Ausgänge. Die Schnittstellen finden sich jetzt an zwei kleinen rechteckigen Boxen, die sich wie Lego-Steine aufeinander stecken lassen.

ATIs Multimedia-Center-Software macht die TV- und Video-Funktionen einfach zugänglich und bietet auch Zusatzfeatures wie einen DVD-Player. Die TV-Tuner-Software arbeitet mit dem TVTV-Programmguide zusammen (für ein halbes Jahr kostenlos) und ermöglicht die Aufnahme der Sendungen direkt auf die Festplatte. Dazu stehen die Formate AVI, WMF, MPEG 2 und 4 sowie ATIs eigener VCR-Standard zur Auswahl. Timeshifting erlaubt es, die Videostreams noch während der Aufnahme zeitversetzt anzusehen. Praktisch ist es, sich das TV-Signal beim Surfen in einem kleinen Fenster im Internet Explorer anzeigen zu lassen.

Alle Funktionen sind bequem mit der Remote-Wonder-2-Fernbedienung steuerbar. Das recht große Empfangsmodul ist per USB an den PC anzuschließen. Auf Wunsch liefert die Eazylook-Oberfläche Media-Center-Feeling: In einer übersichtlichen Symbol-Darstellung in verringerter Auflösung kann der Anwender alle Funktionen auch bequem über den Fernsehbildschirm steuern. Microsofts aktuelle Media Center Edition 2005 wird jedoch nicht unterstützt.

Die 3D-Leistung das ATI-Radeon-X600-Pro-Grafikchips liegt gleichauf mit üblichen Radeon-X600-Pro-Grafikkarten der Einsteigerklasse. Das reicht aber für die meisten Anwender aus: Selbst aktuelle DirectX-9.0-Spiele laufen bei Monitorauflösungen bis 1024 x 768 Bildpunkten und annehmbaren Qualitätseinstellungen flüssig.

Ein ATI-Referenzmodell steht zum ersten Test zur Verfügung. Finale Produkte sollen zum Jahresanfang von Hersteller wie Club 3D und TUL erhältlich sein. Bei fairen Preisen um etwa 230 Euro bieten deren Angebote eine gute Kompaktlösung mit brauchbarer 3D-Leistung, TV- und Radio-Tuner und umfangreichem Software-Paket.


Testergebnis

PCI-E-TV-Grafikkarte: ATI All-in-Wonder Radeon Xpress 600

Hersteller: ATI
Produktname: All-in-Wonder X600 Pro

Internet:
ATI Homepage

Preis: 230 Euro (Stand 02/05. Aktuelle Preise im
Preisvergleich
)

Technische Daten
Grafikchip: ATI Radeon X600 Pro
Grafikbus: PCI Express 16x
Core-/Speichertakt: 400/600 MHz
Speicher: 256 MByte GDDR3
Schnittstellen: VGA, DVI-I, TV-/FM-Radio-Tuner, Video-in/out als Composite und S-Video, Sound-in/out, SPDIF

Pro & Contra
+ PCI-Express-Grafikkarte mit TV-Tuner
+ einfache Bedienung
– keine automatische Senderbenennung

Erster Eindruck: gut