Neue Intel-Plattform
Centrino dreht auf

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Intel mischt den Mobil-Markt mit seiner neuen Plattform Sonoma auf. Welche Features Sonoma bietet und wie hoch die Leistungssteigerung ist, zeigt der Report.

Codename Sonoma

Neue Intel-Plattform

Keine andere Technik hat den Mobil-Markt derart aufgemischt wie Intels Centrino-Paket seit seiner Premiere vor knapp zwei Jahren. Nun legt der Chiphersteller eine renovierte Version der Kombination aus Pentium-M-CPU, Chipsatz und WLAN-Modul vor und lässt dabei Markennamen sowie Logo unverändert.

Notebook-Käufer kommen also nur nach Studium der technischen Details dahinter, ob sie einen aktuellen Mobil-PC auf Basis der bisher unter dem Codenamen »Sonoma« geführten Plattform vor sich haben. Nachdem alle großen Notebookhersteller bereits Mitte Januar entsprechende Modelle am Start hatten, finden sich ältere und aktuelle Produkte gleichermaßen im Handel.

Die neue Plattform fällt durch den auf 533 MHz erhöhten Takt des Front-Side-Bus auf (vorher: 400 MHz). Damit einher gehen krumme Prozessor-Taktzahlen wie die 2,13 GHz der aktuellen Spitzen-CPU, die Intel hinter den bekannten Codes wie Pentium M 770 versteckt. Gleichzeitig setzt Sonoma auch auf DDR2-Arbeitsspeicher mit bis zu 533 MHz. Viele der ersten erhältlichen Sonoma-Notebooks wie Sonys FS-115B arbeiten aber noch mit DDR-RAM. Käufer müssen also die technischen Angaben beim Notebook-Shoppen genauestens studieren, wollen sie maximale Performance.

Ordentlich Dampf machen soll auch der von Desktop-PCs bekannte PCI-Express-Bus für Grafikchips. ATI und Nvidia haben bereits entsprechende Chips im Angebot. ATIs Mobility Radeon X600 schneidet in ersten Tests auch hervorragend ab.

Der Nachteil der Leistungssteigerung darf aber nicht verschwiegen werden: Die neue Plattform ist energiehungriger als der Vorgänger. Zwar versucht Intel, die Energieaufnahme so gering wie möglich zu halten. Durch höhere Taktfrequenzen und vor allem schnelle Grafikchips dürfte die Akkulaufzeit aber um bis zu 15 Prozent sinken.