Gentechnik gegen Spam – Medizinerkenntnisse könnten Mail-Flut eindämmen

SicherheitVirus

IBM hat einen Algorithmus aus der Gentechnik an den Kampf gegen Spam angepasst.

Mit Mitteln der Gentechnik könnten Milliarden von Spam-Mails gefiltert und die Flut von unerwünschter elektronischer Post eingedämmt werden, berichtet die Computerzeitschrift
PC Professionell
in der aktuellen Ausgabe (Heft 02/2005).

Der sogenannte Chung-Kwei-Algorithmus
von IBM
ist abgeleitet von einer Methode aus der Genforschung. Dieser Algorithmus basiert auf dem Teiresias-Verfahren, das eigentlich in der DNA-Erkennung eingesetzt wird und wiederkehrende Sequenzen im Erbgut erkennt. Ebenso gut können aber auch wiederkehrende Zeichenketten in Spam-Mails erkannt werden. Zum Beispiel würde ein konventioneller Filter die Worte “click” und “here” als Spam einordnen, weil sie in dem Satz “click here to unsubscribe” vorkommen – obwohl nur der Satz als Ganzes Spam-verdächtig ist.

Allerdings haben solche Algorithmen, die Mail-Texte auf Textstücke untersuchen, auch Nachteile. So verbrauchen sie deutlich mehr Rechenleistung, denn der Filter weiß nicht, wo das zu beanstandende Stück beginnt und endet. Somit müssen deutlich mehr Textstücke gescannt werden. (rp/mk)

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