Google Adsense
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Adsense heißt der Anzeigendienst von Google. Er bessert Ihre Finanzen auf, wenn Ihre Website genügend Besucher und gute Inhalte bietet.

Worum es geht

Google Adsense

Ihre Website ist fertig und schon gut mit interessanten Inhalten gefüllt? Dann machen Sie Geld damit. Am einfachsten geht das mit Adsense. Das ist der Anzeigenservice von Google. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie Adsense konfigurieren und in Ihre Website einbinden. Außerdem erfahren Sie, was Sie beim Umgang mit Adsense beachten müssen.


Das bringt Adsense

Google Adsense

Wie viel Geld Ihnen Adsense genau einträgt, lässt sich schwer vorhersagen. Der Erlös hängt ab von den Benutzerzahlen Ihrer Website, von der Platzierung der Anzeigen und vom Content. Damit sich Adsense lohnt, sollten aber mindestens 100 Besucher täglich auf Ihrer Site vorbeischauen ? besser sind 500. Damit die Anzeigen richtig wahrgenommen werden, müssen Sie nahe beim Content platziert sein. Und damit die richtigen Anzeigen erscheinen, brauchen Sie guten, informativen Content in Ihrem Katalog.

Adsense zahlt in Dollar und versendet das Geld als Scheck. Das ist lästig, zumal Banken bei der Einreichung der Schecks ordentlich zulangen. Beispiel Sparkasse Fürth: Dort sind ein Promille vom Gesamtbetrag, jedoch mindestens 15 Euro pro Scheck fällig. Hinzu kommt eine Bearbeitungsgebühr von 1,50 Euro. Da bleibt nicht viel, wenn man einen 100-Dollar-Scheck von Google bekommt. Weniger als 100 Dollar werden es allerdings nicht, da Google die Anzeigen-Dollars so lange auflaufen lässt, bis diese Grenze erreicht ist.

Adsense ist der Vermittler zwischen einem Anzeigenkunden und einem passenden Anzeigenumfeld, beispielsweise also Ihrer Seite. Das läuft so: Ihr künftiger Anzeigenkunde bucht bei Google Adwords-Anzeigen. Dazu gibt er einen kurzen Text, einen Link und Stichwörter ein, unter denen die Anzeige erscheinen soll. Anschließend überlegt er sich, wie viel er maximal für einen Klick bezahlen möchte. Je mehr ihm ein Klick wert ist, desto prominenter und häufiger erscheint die Anzeige.

Sie als Publisher einer Website bieten das Umfeld für die Anzeigen. Hierbei kommt es besonders auf den Inhalt an. Je mehr und je besseren Inhalt Sie anbieten, desto wohler fühlt sich Adsense bei Ihnen. Adsense arbeitet ähnlich der Suchmaschine von Google mit einem eigenen Bot. Den finden Sie in Ihren Logfiles unter dem Namen Mediapartners-Google. Sobald Sie eine Adsense-Anzeige auf Ihrer Site eingebunden haben und diese zum ersten Mal aufrufen, wird der Bot aktiv und durchsucht Ihre Seite. Die so ermittelten Daten wertet das System aus und sucht die zu der Seite passenden Anzeigen. Dabei werden die Anzeigen der Kunden bevorzugt, die mehr geboten haben.

Entscheidend ist die Nische, in der Sie Ihr Angebot betreiben. Für manche Themenbereiche gibt es bessere und teurere Anzeigen, für andere weniger. Da hilft vor allem eins: Ausprobieren.


Vorbereitungen für Adsense

Google Adsense

Achten Sie darauf, dass Ihre robots.txt für den Bot von Adsense vorbereitet ist. Die robots.txt darf den Bot mit dem schönen Namen Mediapartners-Google/2.1 nicht blockieren. Sofern Ihre robots.txt leer ist, lassen Sie sie leer. Falls Sie aber mit

robots: *
Disallow: /

alle Bots ausgeschlossen haben, müssen Sie die Zeilen

robot: Mediapartners-Google*
Disallow:

hinzufügen. Falls Sie bei Ihrem Provider über eine Shell verfügen, können Sie nach dem Einbinden von Adsense mitverfolgen, wie schnell sich der Mediapartners-Bot an die Arbeit macht. Öffnen Sie die Shell und lassen Sie mit tail -f apache_log_file das Log mitlaufen. Dann wechseln Sie in Ihr Browserfenster und öffnen eine Seite mit eingebundener Adsense-Anzeige. Dieser Abruf erscheint in Ihrem Log, und wenige Sekunden später sollte sich auch der Google-Mediabot melden.


Bei Adsense anmelden

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Bevor Adsense loslegt, müssen Sie sich anmelden. Das geschieht über ein Formular, das Sie unter der Adresse
https://www.google.com/adsense/?hl=de
per Klick auf den Button Für Bewerbung hier klicken öffnen. Im Lauf der Bewerbung geben Sie Ihre Adresse und den Domain-Namen Ihrer Site an, die Sie mit Adsense ausstatten wollen.

Nach dem Absenden der Bewerbung wird diese von Google geprüft. Dabei legen die Google-Bearbeiter besonderen Wert auf guten Inhalt. Sprich: Schicken Sie die Bewerbung erst dann los, wenn Ihre Seite fertig und mit ausreichend Inhalt ausgestattet ist. Achten Sie darauf, dass die Seite den Adsense-Richtlinien entspricht. Die finden Sie unter
https://www.google.com/adsense/policies
.

Google erlaubt jedem Publisher nur einmal, sich anzumelden. Jeder darf aber mit seinem Adsense-Account mehrere Seiten betreiben. Dazu fügt er einfach auf der neuen Seite den Adsense-Code seines Accounts hinzu. Sofern diese neue Seite nicht gegen die Adsense-Regeln verstößt, wird sie einfach mit ins Anzeigen-Netzwerk aufgenommen.

Ist die Genehmigung von Adsense da, können Sie Anzeigen aussuchen und auf Ihren Seiten platzieren. Wichtig, wenn Sie einen Webkatalog oder eine Portalseite mit vielen Links betreiben: Die Adsense-Richtlinien empfehlen, weniger als 100 Links auf einer Seite anzuzeigen. Achten Sie also darauf, genügend Kategorien vorzubereiten, damit keine davon zu groß wird und die 100 Links überschreitet.


Die richtigen Anzeigen wählen

Google Adsense

Weiter geht es mit der Auswahl des richtigen Anzeigenformats. Dazu melden Sie sich bei Google Adwords an und wählen Anzeigeneinstellungen . Hier finden Sie ein üppiges Formular. Verschaffen Sie sich zunächst einmal einen Überblick. Dazu klicken Sie unter Anzeigen-Layout auf Beispiele ansehen. Neben bekannten Formaten wie Banner und Skyscraper bietet Google eine Vielzahl weiterer Formate an. Suchen Sie sich das Format aus, das am besten zur Seite passt.

Falls Sie Ihre Website mit Adsense ausstatten wollen, probieren Sie es zunächst einmal mit einem Leaderboard. Das passt gut in den Aufbau der Seite zwischen die Menüs und die Links im unteren Teil.

Banner sollten Sie nicht verwenden. Die erzielen so niedrige Klickraten, dass es den Aufwand kaum lohnt. Werbetreibende sprechen von Banner-Blindness, davon also, dass der Betrachter einer Seite Banner schon unbewusst ausblendet. Aber probieren Sie ruhig ein wenig herum. Sie bleiben nicht auf ein Format festgelegt.

Unter Anzeigentyp legen Sie fest, ob die Anzeige nur Text oder auch Bilder enthalten darf. Bei den Formaten Banner, Leaderboard, Skyscraper und Medium Rectangle liefert Adsense bisweilen auch grafisch gestaltete Anzeigen aus.

Die Vorlagen sind fast so wichtig wie die Anzeigen selbst. Klicken Sie sich durch die vorgegebenen Vorlagen oder gestalten Sie eine eigene unter Vorlagen verwalten. Generell gilt: Je besser die Anzeige farblich zu Ihrem Seitenlayout passt, desto besser wird sie angenommen und desto häufiger wird sie angeklickt. Auch hier gilt: Experimentieren Sie.

Falls Google keine passende Anzeige für den Inhalt findet, erscheint eine gemeinnützige Anzeige. Wenn Sie das nicht möchten, geben Sie unter URL der alternativen Anzeige oder Farbe eine Adresse ein, unter der ein alternatives Werbemittel zu finden ist.

Um zu überprüfen, wie viel bestimmte Formate und Anzeigenplatzierungen bringen, sollten Sie mit Channels arbeiten. Um einen solchen Kanal einzurichten, klicken Sie auf Channels verwalten. Das Prinzip ist einfach: Sie legen unter
Anzeigeneinstellungen, Channels
bis zu 50 Stichwörter fest. Beim Zusammenstellen einer Anzeige wählen Sie eines dieser Stichwörter aus und ordnen es der Anzeige zu. Alternativ gibt es neuerdings bei Google auch URL-Channels zum Ordnen der Platzierungen.

Unter Berichte lassen sich die Anzeigeneinkommen nach Kanälen auswerten. Aber nicht wundern: Die Auflistung nach Channels hinkt immer zwei Tage hinter den aktuellen Adsense-Daten her.

Nun sind Sie schon fast fertig mit Ihrer Anzeige. Fehlt nur noch die Information, ob Sie auf Ihrer Homepage Frames verwenden. Falls ja, setzen Sie ein Häkchen neben Anzeigenblock wird auf geframeter Seite platziert.


Adsense einbinden

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Ganz unten auf der Seite finden Sie schließlich einige Zeilen Javascript-Code. Sobald Sie Ihre Einstellungen vorgenommen haben, kopieren Sie den Code und fügen ihn in Ihren Web-Auftritt ein. Das Skript enthält Ihre Publisher-Kennung, das Format sowie Informationen über den Channel. Ändern Sie nichts in diesem Skript und bauen Sie es eins zu eins auf Ihrer Site ein. Falls Sie eine Bannerverwaltung wie PhpAdsNew verwenden, können Sie die Google-Anzeige dort auch als HTML-Banner einpflegen.

Wie ein Damoklesschwert schweben die Programmrichtlinien über dem Adsense-Publisher. In diesen Regeln legt Google fest, wie eine Site aussehen soll und wo Anzeigen platziert werden dürfen und wo nicht.

Die wichtigsten Regeln sind:

– Platzieren Sie nicht mehr als drei Google-Anzeigen auf einer Seite.

– Die Anzeige muss auf einer mit Content gefüllten Seite stehen. Eine bloße Auflistung von Links auf einer Seite ist zu wenig. Deshalb ist es wichtig, die Links in Ihrem Webverzeichnis mit ausführlichen Beschreibungen zu versehen. Schreiben Sie, welche Informationen auf den jeweiligen Seiten zu erwarten sind, und geben Sie Hintergrundinformationen zu dem Thema. Das nutzt einerseits Ihren Lesern und bringt andererseits gute Anzeigen.

– Sie dürfen Ihre Leser nicht auffordern oder bitten, auf die Google-Anzeigen zu klicken. Das dürfen Sie nirgends, auch nicht auf einer anderen Seite im Internet oder einem Forum. Das wäre unfair den Kunden gegenüber. Denn die sind auf Klicks von Lesern angewiesen, die sich wirklich für ein Angebot interessieren.

– Sie dürfen keinesfalls selbst auf Anzeigen klicken ? auch nicht, um eine Anzeige auszuprobieren oder um zu sehen, was sich hinter einer Anzeige verbirgt.

– Seien Sie vorsichtig mit anderen Anzeigen, vor allem, wenn es sich um Textbanner handelt. Die sollten sich möglichst deutlich unterscheiden von Google-Adwords. Am besten verzichten Sie auf andere Textanzeigen.

– Achten Sie auf Ihre Inhalte. Gewalt, Sex, Glücksspiel ? all das sieht Google nicht gerne.


Geduld haben

Google Adsense

Adsense aufzusetzen und in die eigene Seite einzubauen ist gar nicht schwer. Und nach einiger Zeit werden sich auch die ersten Erfolge einstellen. Geben Sie dem Adsense-Bot ein wenig Zeit, Ihren Webkatalog zu durchsuchen. Und nach und nach werden sich die ersten Dollars auf der Berichtsseite zeigen.

Seien Sie aber gewarnt: Wer Adsense einsetzt,entwickelt leicht ein Suchtverhalten, wie es einst nur während desInternet-Aktien-Hypes zu sehen war. Dann sitzt man vor dem PC und aktualisiert alle fünf Minuten die Statistik, bewertet jede noch sokleine Verschiebung in den Zahlen als Zeichen und begibt sich in eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Läuft es gut, denkt man an den nächsten Mercedes oder die Traumvilla in Malibu, läuft es mal schlecht, setzt hektische Aktivität ein und man sucht stundenlang die Gründe für das schlechte Abschneiden.

Doch so ein Verhalten führt zu nichts ? höchstens in den Wahnsinn. Denn die Statistik von Adsense arbeitet nicht sehr akkurat. Oft hat es den Anschein, dass die Anzahl der Impressions und der Clicks nicht synchron laufen. Besonders am Anfang eines Google-Tages verschluckt sich die Statistik gern. Eine Klickrate von über 100 Prozent kann morgens schon mal vorkommen ? ein Traum für jeden Adsense-Publisher. Aber es bleibt ein Traum.

Sinnvoll ist es, die Einnahmen einer Woche oder eines Monats zu betrachten. Doch auch da kommt es immer noch zu Schwankungen: Auf einmal brechen die Umsätze um die Hälfte ein, plötzlich liefert Adsense nicht mehr perfekt passende Anzeigen, und dann wieder klicken die Leser weniger auf die Anzeigen.

In solchen Fällen hilft nur eins: Abwarten. Fallen Sie nicht in hektisches Optimieren, das hat unter Umständen nur den Effekt, dass die Einnahmen noch weiter sinken. Bleiben Sie entspannt und genießen Sie den Nebenverdienst, den Ihnen Google bringen kann.