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Die Macht der Blogs – sie sollte genutzt werden

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Der Blogging-Boom könnte für Firmen, die die richtige Strategie zur Hand haben, große Vorteile bringen. Quatschen Sie drauf los, um ihre Marke zu verbreiten – aber verquatschen Sie sich nicht!

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Das Internet ist für Geheimnisse schlecht geeignet. Verärgerte Angestellte, die ihrem Kummer einst mit ein paar Trinkkumpanen an der Bar Luft machten, können jetzt ein Millionenpublikum finden – dank der boomenden Gemeinschaft von Bloggern und ihren Lesern.

Manchmal gibt es unvorhergesehene Konsequenzen. Im Internet schwirren Geschichten rum über Leute, die entlassen worden sind, nachdem sie sich über ihre Jobs beschwert hatten.

Aber es gab auch Fälle mit einem guten Ende. Im vergangenen Jahr hatte die Ehefrau eines Angestellten, der bei Electronic Arts, dem Riesen unter den Spieleherstellern, arbeitet, eine enthüllende Beschwerde über die Arbeitsbedingungen an einen Blog geschickt, der von LiveJournal gehostet wurde. Dies wurde von anderen EA-Mitarbeitern bekräftigt und es folgten Tausende Schreiben zur Unterstützung. Nach einigen Wochen sickerte eine Mail des Personalchefs der Firma durch in der es hieß: “Kernstück der Angelegenheit ist die einfache Wahrheit, dass die Arbeit härter wird, die Aufgaben immer komplexer und die Stunden, die benötigt werden, sie zu lösen, sind zu einer wahren Last geworden ……es gibt da ein paar Dinge, um die wir uns einfach kümmern müssen.”

Öffentliche Online-Mitteilungen gibt es schon lange
Es gibt öffentliche Online-Mitteilungen schon seit der Erfindung von Usenet-Newsgroups 1979 und persönliche Webseiten haben ebenfalls eine lange Geschichte. Wo also liegt der Unterschied bei den Blogs?

Blogs sind Online Journale, die leicht zu produzieren sind und sie unterstützen die Syndikatsbildung, indem sie anderen Webseiten erlauben, ihren Inhalt zu übernehmen – was wiederum dem Leser gestattet mittels Online- und Offline-Blog Clients auf dem Laufenden zu bleiben. Demzufolge werden sie schnell von Suchmaschinen erfasst und es ist vor allem Google, das den Blogs die vorderen Plätze in den Ranglisten einräumt. Erst am 18.1. gab die Suchmaschine bekannt,
Maßnahmen gegen Blog-Spam zu ergreifen
.

Gemäß einer Studie, die im November von Pew Internet und American Life durchgeführt wurde, schreiben sieben Prozent der US-amerikanischen Internet-Nutzer jetzt Blogs, während sie von 27 Prozent gelesen werden. Die Zahlen für Großbritannien werden ähnlich sein, die für Deutschland sind erst im (rasanten) Aufbruch. Im Dezember hat Microsoft MSN “
Spaces
” eingeführt, einen kostenlosen Blogging-Service. Dies ist ein weiteres Merkmal für die wachsende Bedeutung von Blogging.

Nun seien wir aber auch realistisch. Die meisten Blog-Einträge sind langweilig und werden nur von wenigen Leuten gelesen. Aber auch wenn dem so ist kommt man doch nicht um die Tatsache herum, dass Blogs heute einen wesentlichen Teil der Internet Präsenz einer Firma darstellen. Diese Präsenz ergibt sich eben nicht mehr nur aus der Firmen-Webseite.

Software Firmen wie Sun und Microsoft haben das Potential dieses Mediums aufgegriffen und nutzen es zu ihrem Vorteil, indem sie die Mitarbeiter zum Bloggen ermutigen. Firmen, denen Geheimhaltung ein wichtiges Anliegen ist, fällt dies nicht so leicht. Aber sind wir doch ehrlich, in der Ära des Bloggings wird Geheimhaltung fast ein Ding der Unmöglichkeit.


Unternehmensrichtlinien sollten von Mail, Instant Messaging und Webseiten auch auf Blogs ausgedehnt werden.

Die Firmen sind gerade dabei, den Datenschutz im E-Mail Bereich in den Griff zu bekommen, ebenso die angemessene Einhaltung von Richtlinien. Solche Richtlinien sollten nun auf Blogs ausgedehnt werden, bevor noch mehr Leute ihren Job verlieren, weil sie nicht existente Regeln gebrochen haben.

Auch ist es sinnvoll, den PR-Effekt auf Entlassungen und Rechtsstreitigkeiten auf der einen Seite und den Ansatz, Probleme zu akzeptieren und Lösungsversuche zu unternehmen andererseits, nicht zu unterschätzen. Das Entscheidende ist, dass Blogs am Besten für die Firmen funktionieren, die nichts zu verbergen haben. Das bedeutet, sie helfen mit, das Niveau zu heben, was nun wirklich eine gute Nachricht ist.

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