Oracle vernichtet 5000 Arbeitsplätze bei PeopleSoft

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Oracle hat zwar die ursprünglichen Pläne herabgesetzt – die ursprünglich geplante Entlassung von 6000 Angestellten wird aber vermutlich dennoch errreicht.

Der Software-Konzern Oracle will im Zuge der 10,3 Milliarden Dollar-Übernahme des Konkurrenten PeopleSoft 5.000 Arbeitsplätze vernichten. Dies teilte das Unternehmen gestern im kalifornischen Redwood Shores mit. Damit sind 9 Prozent der 55.000 Beschäftigten betroffen. Ursprünglich hatte Oracle im Rechtsstreit um die feindliche Übernahme des Konkurrenten angekündigt, mindestens 6.000 Arbeitsplätze abzubauen. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass diese Zahl durch einen weiteren, schrittweisen Abbau noch erreicht wird.

Die Kündigungen sollen bereits an diesem Wochenende zugestellt werden, Software-Ingenieure seien im Wesentlichen nicht betroffen. PeopleSoft aus Pleasanton in Kalifornien hat eine Personalstärke von 11.225. Bei der Belegschaft stoßen die Massenentlassungen auf eine tiefe Erbitterung, schwarze Kleidung und “No Oracle”-Buttons werden aus Protest getragen. “Das neue Unternehmen wird absolut anders sein”, so Anil Aggarwal, PeopleSofts Director für Database Markets am Freitag gegenüber dem ‘
Wall Street Journal
‘. PeopleSoft habe eine entspannte Atmosphäre. Oracle sei dagegen kantig und aggressiv, was nicht zu einer innovativen Produktionsform passe.

Doch so wesentlich unterscheiden sich die beiden Konzerne nicht: Im September 2003 hatte der damalige PeopleSoft-Finanzchef Kevin Parker nach der 1,8 Milliarden Dollar-Übernahme von J.D. Edwards “fusionsbedingte” Entlassungen von 800 bis 1.300 Programmierern ausführen lassen. (mk)(
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