Internet-Nutzerzahlen in Deutschland nur noch schwach wachsend

Netzwerke

Die Verbreitung des Mediums bei Jugendlichen und Älteren nimmt überdurchschnittlich zu. Bei allen anderen Altersgruppen ist der Markt offenbar fast gesättigt.

Bereits 62 Prozent der deutschen Erwachsenen hatten im vierten Quartal einen Internet-Zugang. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies nur noch vier Prozent mehr – der Boom ist vorbei. Das veröffentlicht die
Forschungsgruppe Wahlen
in ihren neuen Internet-Strukturdaten.

Die deutliche Abkühlung des Marktes (im Vorjahr acht, davor neun Prozent Zuwachs) zeigt, dass eine gewisse Saturierung aufgetreten ist. Die 18- bis 24-Jährigen sowie die 50- bis 59-Jährigen legen mit je sieben Prozent aber deutlich zu. Die “Silver Surfer”, also die über 60-Jährigen, weisen sechs Prozent Wachstum auf.

Interessant ist die Verschiebung der sozialen Hintergründe: Waren bislang vor allem die Gutsituierten und besser Gebildeten an vorderster Stelle, kommen nun die Arbeiter nach: Mit acht Prozentpunkten Zuwachs preschen sie vor die einfachen und mittleren Angestellten und Beamten. Der Anteil der Selbstständigen sowie leitenden und höheren Angestellten allerdings ist rückläufig.

Das Internet wird also auch im Sinne von Marx und Hegel für die Massen erobert – statt Hammer und Sichel schwingen die arbeitenden Massen jetzt Maus und Tastaturen. (mk)

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