P2P: Windows-Media-Dateien mit Popups und Adware verseucht

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Nach verstümmelten und damit unbrauchbaren Dateien kommen nun andere Unanehmlichkeiten für Tauschbörsennutzer ans Licht – Adware und unzählige Popups.

Die Redakteure des amerikanischen Computermagazins
PC-World
sind einer erheblichen Sicherheitslücke im
Digital-Rights-Managment
(DRM) System des
Windows-Media-Formats
(WMA bzw. WMV) auf die Spur gekommen. In Tauschbörsen sind einige manipulierte Audio- und Video-Dateien aufgetaucht.

In Testläufen dieser Dateien, unter anderem ein Song von Alicia Keys, registrierten die Experten der PC World über 500 Popups, mehrmalige Versuche Adware auf den PC zu laden und zu installieren und einen Versuch den Browser des Testrechners zu kapern, um so das Surfverhalten zu überwachen.

Das pikante an der Geschichte ist, dass der Server von dem die Adware heruntergeladen wird einer Firma namens
Overpeer
gehört. Overpeer ist wiederum ein Ableger der Firma Loudeye, welche sich mit der Distribution von Medieninhalten über das Internet beschäftigt. Overpeer bietet seit 2002 Plattenfirmen den Service, Tauschbörsen mit oben erwähntem verstümmelten Content zu überfluten, um so Piraterie zu bekämpfen. Mit der neuen Strategie erreichen sie, neben entnervten Piraten, aber auch wirtschaftliche Ziele. Insgesamt wird Werbung von bisher 7 Firmen eingeblendet.

Microsoft prüft derzeit ob Windows-Media-Lizenzen durch die Aktion verletzt werden. Experten befürchten, dass andere Gruppen wie Hacker die Sicherheitslücke ausnutzen könnten, um Schaden im großen Stil anzuricheten, und raten zu einer schnellen Behebung dieser. (ah)

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