Mogelpackung TFT-Display

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Die meisten Hersteller ermittelt die Reaktionszeit ihrer Geräte mit wenig praxisnahen Messverfahren.

Mogelpackungen bei TFT-Bildschirmen sind keine Seltenheit, im Test der Computerzeitschrift PC Professionell (Heft 01 / 2005) konnten nur fünf von elf Modellen überzeugen. Zwar preisen die Hersteller ihre Produkte als “ideal für Spiele und Videos”, häufig allerdings beeinträchtigen Schlieren und Schmiereffekte die bewegten Bilder. Der Grund: Die Reaktionszeiten der Monitore lassen zu wünschen übrig. Die Angaben im Prospekt helfen nicht weiter – die meisten Hersteller verwenden ein wenig praxisrelevantes Messverfahren, um die Reaktionszeit des Displays zu ermitteln.

Gemessen wird lediglich der Wechsel von Schwarz auf Weiß und umgekehrt. So lässt sich mit schnellen Reaktionszeiten werben. Wird jedoch auf dem Monitor ein wechselndes Bildsignal mit unterschiedlichen Graustufen erzeugt, verlangsamen sich die Reaktionszeiten teilweise drastisch.

Genau diese Situation entspricht aber den Anforderungen bei der Darstellung von Videos und 3D-Spielen. Testsieger im aufwendigen Labor-Verfahren wurde der Hyundai Imagequest 17+ (460 Euro). Das Urteil: Kein anderes Modell bietet eine bessere Kombination aus sehr guter Bildqualität, Videotauglichkeit und gehobener Ausstattung.

Die Budget-Empfehlung ging an den Viewsonic VG 712 (430 Euro). “Ein exzellenter Allroundbildschirm, Bildqualität und Ausstattung sind gut und die Reaktionszeit schnell genug für rasante Actionspiele.” (sf/dd)

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